Wildtiere

Im Haus des Meeres kam es zu unerwartetem Nachwuchs

Erst heuer wurde im Haus des Meeres die sogenannte "Australien-Anlage" eröffnet. Nun darf man bereits den ersten Nachwuchs willkommen heißen.

Christine Kaltenecker
Putzig! Im Haus des Meeres kann man erstmalig Nachwuchs der sogenannten "Bürstenschwanz-Kängurus" bestaunen. 
Putzig! Im Haus des Meeres kann man erstmalig Nachwuchs der sogenannten "Bürstenschwanz-Kängurus" bestaunen. 
©Dominik Moser

Putzig! Am Nikolaustag staunten die Mitarbeiter im Haus des Meeres nicht schlecht, als ihnen zum ersten Mal ein besonderes Geschenk entgegenlachte: das kleine Köpfchen eines Kängurus. Nicht aus dem Sack des beliebten Namenspatrons, sondern aus dem Beutel unseres Bürstenschwanz-Känguru-Weibchens. 

Gewusst?
Die Bürstenschwanz-Kängurus, oder auch Pinselschwanz-Kängurus sind bereits als gefährdet eingestuft, aufgrund der Einfuhr des Rotfuchses in Australien. Auch importierte Kaninchen, Ziegen und Schafe machen es dem kleinen Beuteltier nicht leicht, da sie die gleichen Nahrungsquellen brauchen. 

Geheime Mutterschaft

Die Mutter ließ sich ihren Zustand nicht anmerken und hatte die Schwangerschaft bis zum Tag als dem Baby im Beutel zu eng wurde, erfolgreich geheim gehalten. Gut, gut - das Geburtsgewicht beträgt auch nur 0,3 Gramm und auch die Größe ist mit knapp einem Zentimeter nicht besonders auffällig. Im Beutel wird der neugeborene Winzling dann noch weitere Monate umsorgt, bevor es tatsächlich in die Außenwelt geht. 

Gut, dass es in der Sicherheit des Haus des Meeres so unkompliziert zu Nachwuchs kommen darf.
Gut, dass es in der Sicherheit des Haus des Meeres so unkompliziert zu Nachwuchs kommen darf.
©Dominik Moser

"Guck, Guck" 

Als uns an diesem Tag der Nachwuchs zum ersten Mal schüchtern aus dem Beutel der Mama entgegenblickte, war er daher schon mindestens drei Monate alt, wohl behütet von seiner Mutter und gut verborgen in ihrem Beutel. Nun, zwei Wochen später, beginnt der Jungspund allein seine Umwelt zu erkunden und begibt sich langsam auf kürzere oder längere Erkundungstouren außerhalb des mütterlichen Beutels, wo er von aufmerksamen Besuchern in den frühen Morgenstunden oder abends immer häufiger beobachtet werden kann. Aber man muss schon genau suchen, denn der Nachwuchs ist noch klein, kein Wunder, denn auch die Eltern dieser Känguru-Art werden nur maximal 40 Zentimeter.