So niedlich und so hilflos – Iltisbaby lag vor der Tür

Am 31. Juli lag plötzlich ein kleines Iltisbaby vor der Tür einer Salzburger Familie.
Am 31. Juli lag plötzlich ein kleines Iltisbaby vor der Tür einer Salzburger Familie.©Pfotenhilfe
Die Pfotenhilfe ist zum Glück mit der Aufzucht von verwaisten Wildtierbabys Vollprofi. So hat auch ein erst wenige Tage altes Iltisbaby eine Chance.

So niedlich, aber so hilflos. Am Sonntag, den 31. Juli lag plötzlich ein kleines Iltisbaby vor der Tür eines Familienhauses im Salzburger Flachgau. Das silbrige Fellknäuel war erst ein paar Tage alt und wurde glücklicherweise sofort in die Wildtierauffangstation der Pfotenhilfe in Lochen gebracht. Das weibliche Tier war mit Fliegeneiern und Zecken übersät, die vor der ersten Fütterung aufwendig entfernt werden mussten.

Wildtieraufzucht? Bitte nur die Profis

"Die Fliegeneier entwickeln sich zu Maden und fressen das arme Baby bei lebendigem Leib auf und die Zecken saugen lebensbedrohliche Mengen an Blut ab. Deshalb hat deren Entfernung oberste Priorität. Aber auch die fehlende Nestwärme mit einer Wärmeflasche und Decken zu ersetzen ist überlebenswichtig. Und dann braucht es eine spezielle Aufzuchtsmilch. Die Eingabe mittels Spritze erfordert etwas Übung, denn im schlimmsten Fall kann das Baby schnell ersticken", erklärt Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler die anspruchsvolle Prozedur.

Nun heißt es "Daumen drücken" für das kleine Iltismädchen.
Nun heißt es "Daumen drücken" für das kleine Iltismädchen.©Pfotenhilfe

Hast du auch ein verletztes oder verwaistes Wildtier gefunden?

Wildtierhotline

Rufen Sie bei der Pfotenhilfe an, ob das Tier wirklich Hilfe benötigt und zu ihnen gebracht werden soll.
Mit Fotos oder kurzen Videos des Tieres können sie wesentlich besser die Situation beurteilen und helfen.

+43 664 541 50 79

Wildvogelwaisentipps finden Sie unter: www.wildvogelhilfe.org

oder auch für andere Wildtierarten unter: www.eulen-greifvogelstation.at/erste-hilfe-fuer-wildtiere/

Wildtierservice Wien: +43 1 4000-49090

Wildtierhilfe Wien: +43 676 382 15 28

Augen auf

Iltisse sind bei uns heimisch und gehören zur Familie der Marder und der Unterordnung der Hundeartigen. Sie nisten gerne im Dachgebälk, von wo auch dieses Iltisbaby heruntergefallen sein dürfte, nachdem es direkt vor der Haustür gefunden wurde. "Wir haben die Anruferin daher auch gebeten, die Augen nach weiteren Babys offenzuhalten", so Stadler weiter, "da es in dem Nest offensichtlich ein Problem gibt. Wenn das Iltismädchen im Herbst fertig aufgezogen ist, können wir es auswildern."

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