Am Sonntagnachmittag kam es im Leipziger Stadtteil Schkeuditz zu einem gefährlichen Zwischenfall: Ein Tiger verschwand aus einem privaten Gehege. Die Polizei rückte mit zahlreichen Einsatzkräften an, berichten deutsche Medien.
Wie die Polizei bestätigte, war das Tier nicht mehr in seinem Gehege. Schwer bewaffnete Polizisten durchsuchten das Gelände. Ein Rettungshubschrauber landete auf einer nahegelegenen Wiese.
Die Halterin des Tigers wurde vermutlich von dem Tier angegriffen und verletzt. Bei ihr soll es sich laut "Leipziger Volkszeitung" um die "Tigerkönigin" und Dompteurin Carmen Zander handeln. Sie hält eine ganze Gruppe der Großkatzen. Schwer bewaffnete Polizisten sollen den Tiger wenig später an einer Gartenanlage erschossen haben.
Die Situation vor Ort blieb zunächst unübersichtlich. Die Polizei war weiterhin mit einem Großaufgebot im Einsatz und durchkämmte die Umgebung des Geheges nach weiteren entlaufenen Tieren. Allerdings dürfte nur ein Tiger entkommen sein.
Gegen "Tigerkönigin" Zander gab es laut "LVZ" immer wieder schwere Vorwürfe. Für die Haltung der Großkatzen soll sie nicht die entsprechenden Genehmigungen gehabt haben. Trotzdem bewarb sie eine sogenannte "Tigerschau". Die Staatsanwaltschaft ermittelt.