Tigerlady drohen jetzt bis zu zwei Jahre Haft

Jagmur S. (34) kämpfte wie eine Löwin um das Leben der Tigerbabys „Juni" und Juli", am Montag muss die Krankenschwester auf die Anklagebank: Im schlimmsten Fall droht ihr sogar gesiebte Luft.
Mit gemischten Gefühlen blickt Jagmur S. dem 14. Oktober entgegen: Denn am kommenden Montag muss sich die slowakische Krankenschwester am Landesgericht Korneuburg wegen des Verstoßes gegen das Artenhandelsgesetz verantworten. Der Strafrahmen dabei: bis zu zwei Jahre Haft.

Alles andere als ein Freispruch wäre für die 34-Jährige und Anwalt Wolfgang Blaschitz nicht nachvollziehbar: „Das Artenhandelsgesetz ist sinnvoll, um gegen den organisierten Tierhandel vorzugehen, wie etwa die Paradiesvogelmafia in NÖ im Jahr 2018. Aber in diesem Fall war der medizinische Bedarf gegeben, sprich sie musste sich ja um die zwei Tigerbabys kümmern, profitierte null davon", sagt der Advokat.

Fotos auf Snapchat machten Polizei aufmerksam

Wie berichtet hatte die Slowakin, die sich seit rund zehn Jahren um Raubkatzen aus Tötungsstationen und Zirkussen kümmert, die beiden Fellknäuel in ihre Wohnung in Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha) mitgenommen, um schneller beim Tierarzt ihres Vertrauens sein zu können.

CommentCreated with Sketch.10 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Für die Babyfotos der süßen Katzerl auf Snapchat interessierte sich zuerst die Polizei und schließlich ganz Österreich. Nach der Abnahme landeten die Geschwisterchen im Tiergarten Schönbrunn, wurden dort versorgt, aber nach rund zwei Wochen schlossen die geschwächten Tierchen für immer ihre Äuglein.

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