Schon früh schockte er – später wurde er Kult! Tim Curry sprengte mit Strapsen, Schminke und schrägem Humor alle Grenzen. Jetzt wird der Ausnahme-Star 80 – und blickt auf ein Leben voller Skandale, Ruhm und unvergesslicher Rollen zurück.
Schon sein erster großer Bühnenauftritt sorgte für rote Köpfe: 1968 stand Curry im Musical "Hair" nackt auf der Bühne – seine Mutter soll fassungslos im Publikum gesessen haben. Doch das war erst der Anfang!
Wenige Jahre später legte er noch einen drauf: In der legendären "The Rocky Horror Show" schlüpfte er 1973 in Netzstrümpfe, High Heels und Make-up – und wurde als exzentrischer Dr. Frank N. Furter zur Ikone.
Damals ein Skandal, heute ein Kult! Die schrille Inszenierung eines bisexuellen Außerirdischen war im konservativen Großbritannien ein Tabubruch – doch genau das machte den Erfolg aus. Mit der Verfilmung "The Rocky Horror Picture Show" wurde Curry weltweit berühmt. Sein Song "Sweet Transvestite" ging um die Welt – und machte ihn unsterblich.
Geboren 1946 in der englischen Grafschaft Cheshire, führte ihn sein Weg über die University of Birmingham und die renommierte Royal Shakespeare Company direkt ins Rampenlicht.
Auch wenn ihm der große Ruhm manchmal suspekt war ("Ich spiele das Spiel mit"), blieb er ein Fixstern der Theater- und Filmwelt.
In den 1980ern und 1990ern folgten weitere Kultrollen: Als furchteinflößender Clown Pennywise in Stephen King's "Es" jagte er Millionen Zuschauern Angst ein.
Ob in "Jagd nach Roter Oktober", "Kevin allein in New York" oder "Die drei Musketiere" – Curry blieb immer unverwechselbar. Zur Premiere des Mantel-und-Degen-Blockbusters traf der Schauspieler 1994 auch Wiens damaligen Bürgermeister Helmut Zilk im Wiener Rathaus.
Doch sein Talent ging weit über Schauspiel hinaus: Als Sänger feierte er Achtungserfolge ("I do the Rock", Platz 9 in Österreich), als Synchronsprecher wurde seine markante Stimme zum Markenzeichen.
Nach einem schweren Schlaganfall 2012 sitzt Curry zwar im Rollstuhl – doch seinen Humor hat er nie verloren. Auch heute begeistert er Fans weltweit, tritt bei Events auf und veröffentlichte zuletzt seine Autobiografie "Vagabond". Privat bleibt er konsequent diskret – und macht klar: Sein Leben gehört ihm allein.