Welt

Timoschenko möchte "Bastard in Kopf schießen"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:17

In der Ukraine sorgt ein angebliches Telefonat von Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko für Aufsehen. In dem Mitschnitt, der vom russischen Staatssender Russia Today verbreitet wird, sagt die Vertraute von Regierungschef Arseni Jazenjuk: "Mist, man muss zu den Waffen greifen und diese verdammten Russen zusammen mit ihrem Anführer abknallen".

In der Ukraine sorgt ein angebliches Telefonat von Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko für Aufsehen. In dem Mitschnitt, der vom russischen Staatssender Russia Today verbreitet wird, sagt die Vertraute von Regierungschef Arseni Jazenjuk: "Mist, man muss zu den Waffen greifen und diese verdammten Russen zusammen mit ihrem Anführer abknallen".

Abgehört wurde das Gespräch mit dem ukrainischen Sicherheitsberater Nestar Schufritsch demnach am 18. März, es landete daraufhin als Video auf Youtube.

Diplomatische Fettnäpfchen

Ähnliche peinliche Veröffentlichungen in Sachen Ukraine gab es schon von der US-Diplomatin Victoria Nuland, die bei dem Sager "Fuck the EU" belauscht wurde, sowie bei der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. In beiden Fällen wurde die Authentizität des belauschten Materials nicht bestritten. Timoschenko bestätigte grundsätzlich, dass es ein solches Telefonat gab. Schufritsch bestreitet es hingegen.

"Bastard in den Kopf schießen"

In dem Gespräch macht die lange vom Regime des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch inhaftierte Politikerin offenbar ihre Abneigung gegen Russlands Präsident Vladimir Putin deutlich. "Ich bin bereit, selbst eine Maschinenpistole zu nehmen und diesem Bastard in den Kopf zu schießen", sagt sie in dem Mitschnitt.

Zusammengeschnittene Teile

Weitere Stellen wurden ihren Angaben zufolge manipuliert. Schufritsch fragt in der Aufnahme: "Was machen wir jetzt mit den acht Millionen Russen, die in der Ukraine geblieben sind? Sie sind doch Ausgestoßene." Darauf erwidert Timoschenko scheinbar: "Man sollte sie mit Nuklearwaffen erledigen." Das will sie in dem Zusammenhang aber nicht gesagt haben, der Satz soll zusammengeschnitten worden sein.

Verteidigungsminister abgelöst

Der ukrainische Verteidigungsminister Igor Tenjuch hat dem Parlament in Kiew seinen Rücktritt angeboten. Er war wegen angeblich mangelnder Befehle bei der Krim-Verteidigung in die Kritik geraten. Nach erstem Zögern hat das Parlament den Rücktritt doch akzeptiert. Zum Nachfolger wurde am Dienstag Michailo Kowal bestimmt.

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