Böse Überraschung für einen Tiroler: Ein 39-jähriger Mann aus dem Bezirk Kitzbühel dürfte Opfer eines Internetbetrugs geworden sein. Ohne sein Wissen wurde offenbar ein Kredit über einen sehr hohen fünfstelligen Eurobetrag auf seinen Namen aufgenommen. Der Tiroler selbst erfuhr davon erst, als ihn seine Hausbank darüber informierte. Zu diesem Zeitpunkt war das Geld bereits bewegt worden – berichtet der ORF.
Der Fall begann bereits Anfang Jänner. Der Mann hatte über das Online-Portal eines internationalen Investmentunternehmens Aktien im Wert eines niedrigen fünfstelligen Eurobetrags gekauft. Wie bei solchen Plattformen üblich, musste er dafür auch einen Identitätsnachweis erbringen und entsprechende Dokumente hochladen.
Am 2. März meldete sich dann mehrfach ein angeblicher Berater des Investmentunternehmens beim Tiroler. In den Gesprächen ging es laut dem Mann um angeblich besonders lukrative Investitionsmöglichkeiten. Der vermeintliche Berater sprach dabei auch über die Möglichkeit, Investitionen über ein Kreditgeschäft abzuwickeln.
So schützt du dich vor Identitätsbetrug
– Persönliche Daten sparsam teilen: Lade Ausweis-Kopien oder Dokumente nur bei seriösen und bekannten Anbietern hoch.
– Misstrauisch bei Anrufen: Wenn angebliche Berater zu Investitionen oder Krediten drängen, besser sofort auflegen.
– Kontobewegungen regelmäßig prüfen: Kontrolliere dein Konto und Kreditkartenabrechnungen häufig auf unbekannte Buchungen.
– Bei Verdacht sofort handeln: Informiere deine Bank und erstatte Anzeige bei der Polizei.
– Sichere Passwörter verwenden: Nutze starke, unterschiedliche Passwörter und wenn möglich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Zu einem Abschluss kam es laut dem Tiroler allerdings nie. Er will weder einen Kredit beantragt noch einer solchen Finanzierung zugestimmt haben. Für ihn waren die Gespräche ohne Ergebnis beendet.
Der Schock folgte erst einige Tage später: Am Freitag informierte ihn seine Hausbank darüber, dass auf seinen Namen plötzlich ein Kredit im sehr hohen fünfstelligen Eurobereich laufen soll. Für den Tiroler kam diese Nachricht völlig unerwartet.
Erste Ermittlungen zeigen mittlerweile, wie die Täter vorgegangen sein könnten. Unter Beteiligung zweier ausländischer Banken wurde zunächst ein hoher Einmalbetrag auf das Konto des Mannes überwiesen. Doch das Geld blieb dort nicht lange. Bereits kurze Zeit später wurde der Betrag wieder vom Konto abgebucht und in zwei Tranchen auf ein Bankkonto im Ausland weiterüberwiesen.
Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Tiroler Opfer eines Identitätsbetrugs geworden ist. Wie genau die Täter an seine Daten gekommen sind und wer hinter der Tat steckt, ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen. Der Fall zeigt einmal mehr, wie schnell persönliche Daten im Internet missbraucht werden können – und wie teuer ein solcher Betrug für Betroffene werden kann.