Tödliche Kuh-Attacke – Landwirt legt Berufung ein

Der Streit nach dem umstrittenen Urteil zu einer tödlichen Kuh-Attacke geht in die nächste Runde. Der betroffene Landwirt hat nun Berufung eingelegt.

Jener Landwirt aus dem Stubaital, der vom Innsbrucker Landesgericht in erster Instanz zu einer Zahlung von 180.000 Euro Schadenersatz und Hinterbliebenenrente verurteilt wurde, legte nun Berufung ein. Eine deutsche Touristin wurde im Sommer 2014 auf seiner Alm von einer Mutterkuh tot getrampelt.

Wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet, möchte der Anwalt des betroffenen Bauern die Entscheidung gleich in mehreren Punkten bekämpfen.

Einige Feststellungen zum Unfallgeschehen würden laut dem Juristen auf "reinen Annahmen" basieren. Auch, was die geortete Frequenz an der Unfallstelle betrifft, sei "dem Erstgericht ein Fehler unterlaufen", wird bemängelt.

Außerdem legte Rechtsanwalt Markus Heis für die ebenso in Verantwortung genommenen Elferlifte Berufung ein. Die Kläger haben nun vier Wochen Zeit, um auf die 69-seitige Berufung zu reagieren. Dann ist das Oberlandesgericht am Zug.

Im Juli 2014 trampelten Kühe im Pinnistal eine deutsche Bankkauffrau (45) tot. Die Hinterbliebenen klagten den Landwirt daraufhin auf Schadenersatz. Dem Tierhalter wurde allen voran vorgeworfen, dass dieser seine Kühe in keinem eingezäunten Bereich gehalten hatte. Das erstinstanzliche Urteil bestätigte das. Wäre das betroffene Weiden-Gebiet eingezäunt gewesen, hätte der Unfall verhindert werden können, lautete die Begründung.

Es folgte ein Aufschrei von Landwirtschaft und Tourismus, immerhin hätte das Urteil weitreichende Folgen für Almbauern, sollte es bestätigt werden. Gesetzliche Nachschärfungen, Änderungen im Versicherungsschutz für Bauern und eine Debatte um Hundeverbote auf Almen folgten.

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(ek)

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