Tod nach Corona-Spritze – Facebook verheimlicht Link

Facebook habe bewusst einen Bericht zum meistbetrachteten Post des ersten Quartals 2021 nicht veröffentlicht. Dies sei wegen Imageschutz, heißt es.

Facebook hat einen Bericht veröffentlicht, der Auskunft darüber gibt, welche Inhalte Nutzerinnen und Nutzer in den USA im letzten Quartal am meisten angeschaut haben. Es handelte sich dabei um den ersten Bericht dieser Art, der veröffentlicht wurde. Wie die "New York Times" herausgefunden hat, war es nicht der erste Bericht, den das Unternehmen erstellt hat. Tatsächlich soll Facebook einen ähnlichen Report bereits für das erste Quartal dieses Jahres erstellt, diesen aber nicht veröffentlicht haben.

Dieser Bericht ist der "NYT" in die Hände gefallen. Laut diesem handelt es sich beim meistgeklickten Inhalt zwischen Jänner und März 2021 um einen Link, der behauptet, dass ein Arzt aus Florida zwei Wochen nach der Covid-Impfung verstorben sei und es eventuell einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Tatsachen gäbe. Diese Information stammt aus einem Artikel der Zeitung "Chicago Tribune". Ein Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Tod des Arztes wurde jedoch nie offiziell bestätigt und ein Gerichtsmediziner kam Monate später zum Schluss, dass es zu wenig Beweise für die Behauptung gebe, dass der Impfstoff zum Tod beigetragen habe.

Fehler beheben

Für Facebook kam die Tatsache, dass dieser Link der meistbetrachtete Inhalt der Plattform war, aber äußerst ungelegen. Denn das Unternehmen musste sich bereits mit Anschuldigungen und Vorwürfen herumschlagen, weil zu viele Fake News rund um Covid-19 auf der Plattform herumgeistern. Laut der "New York Times" sollen daher leitende Angestellte den Bericht zurückgehalten haben.

Dies stimme nicht mit der Wahrheit überein, sagt Andy Stone, Facebook-Policy-Communications-Manager. Zwar sei es nicht unfair, kritisiert zu werden, weil der Bericht zurückgehalten worden sei, es müsse aber immer genau verstanden werden, was hinter einer solchen Kritik steckt. So habe Facebook den Bericht nicht etwa wegen Imageschutz nicht veröffentlicht, sondern weil man noch einige Fehler im System habe beheben wollen.

Daher habe Facebook schließlich am 18. August den Bericht über die meistangeschauten Inhalte im zweiten Quartal des Jahres veröffentlicht. Der Post, der in diesem Zeitraum am meisten angeklickt wurde, ist weniger kontrovers als jener aus dem ersten Quartal. Es handelt sich dabei nämlich um ein Such-Rätsel, bei welchem Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer aufgefordert wurden, die ersten drei Wörter, die sie in einem Suchbild sehen, unter den Post zu schreiben.

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