Todes-Sprung in Wels: Nun spricht die Augenzeugin

Bei einem Wohnhausbrand in Wels Dienstagfrüh springt ein 45-Jähriger in den Tod. Jene Zeitungsausträgerin, die vor Ort war, schildert nun die schrecklichen Szenen.

Dienstag in den frühen Morgenstunden kam es zum unfassbaren Drama. Im 10. Stock einer Hausanlage in Wels-Lichtenegg stand eine Wohnung lichterloh in Flammen.

Weil er dem lebensbedrohlichen Feuer entfliehen wollte, sprang der Wohnungsmieter (45) in die Tiefe. Er erlag noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Wir berichteten.

Eine Zeitungsausträgerin, die wie jeden Tag gerade dabei war,

die Zeitungen zu verteilen, erlebte die schockierenden Szenen mit: "Ich bin kurz vor 5 Uhr in das Haus hinein und in den 10. Stock raufgefahren. Dort hat es bei einer der drei Wohnungen leicht nach Rauch gerochen".

Die Frau reagierte sofort: "Ich habe bei einer Tür geläutet, geöffnet hat eine alte Dame. Sie meinte, sie habe ebenfalls Rauch gerochen, wisse aber nicht wo er herkommt. Daraufhin bin ich sofort runter und habe mit dem Handy die Polizei verständigt", schildert Brigitte R. die schlimme Situation.

"Da brennt's, da brennt's", habe sie den Polizisten am Telefon mitgeteilt. Dann das fürchterliche Drama. "Ich bin beim Hauseingang vorbei und auf einmal ist eine Person vom 10. Stock runtergefallen oder runtergesprungen. Dann hab ich noch einmal angerufen." Der Notarzt konnte nichts mehr für den Mann tun. Er war sofort tot.

Großaufgebot der Einsatzkräfte

11 Rettungswägen mit insgesamt 50 Kräften des Roten Kreuzes

und zwei Notfallsärzte waren im Einsatz. 20 Personen mussten evakuiert werden, 5 Bewohner, darunter Kinder, erlitten eine Rauchgasvergiftung. Zwei der Verletzten wurden ins Klinikum nach Wels gebracht.

Die Freiwillige Feuerwehr Wels musste mit einer Drehleiter von Außen das Feuer löschen. 28 Mann waren vor Ort.

Wie es zum Brand gekommen war, ist bisher noch nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

(cru)

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