Tödlichster Vogel lebt seit 50 Jahren alleine im Zoo

Kasuare sind seltene Riesenvögel. Einer von ihnen lebt seit seiner Jugend im Zoo von Lahore, Pakistan – schon 50 Jahre lang und ohne Partnerin.

Seit 1971 – seit er fünf Jahre alt – lebt der Kasuar im Zoo in Lahore, die ganze Zeit allein. Er sei das einzige Exemplar in Pakistan, sagt Zoodirektor Chaudhry Shafqat Ali. "Kasuare sind eine vom Aussterben bedrohte Art, die es fast unmöglich macht, einen Partner zu finden und nach Pakistan zu bringen".

Der Zoo hatte sich in der Vergangenheit darum bemüht, eine Partnerin zu finden. Inzwischen habe man die Suche aber eingestellt. "Er ist alt und hat das Zuchtalter überschritten", sagt der Tierarzt des Zoos, Rizawan Khan.

Tödlichster Vogel der Welt

Kasuare (Casuarius) sind Einzelgänger und treffen sich gewöhnlich nur in der Brutzeit, wie Khan sagt. Sobald die Eier gelegt sind, züchten die männlichen Kasuare ihre Jungküken auf. Kasuare werden durchschnittlich um die 40 Jahre alt. Sie sind die drittgrößten Vögel der Welt – nach dem Strauß und dem Emu. Sie können bis zu 60 Kilo schwer und rund 1,70 Meter hoch werden.

Die flugunfähigen Kasuare gelten laut Angaben des San Diego Zoos als "tödlichste Vogelart der Welt". Sie können mit ihren kräftigen, dolchartigen Krallen Menschen durchaus auch tödliche Verletzungen zufügen, wie ein Fall aus Florida, USA, im vergangenen Jahr zeigte. Deshalb befindet sich hinter das Exemplar in Lahore hinter doppelten Gittern. Doch derzeit bleiben auch Besucher fern, durch die Coronakrise ist der Zoo geschlossen. Rund 3,5 Millionen Menschen besuchen ihn sonst jährlich.

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