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Steht New York Fashion Week vor dem Aus?

New York scheint ihren Rang als Kulturhauptstadt zu verlieren. Mit Tom Ford, Ralph Lauren und Tommy Hilfiger verliert die größten Designer.
Heute Redaktion
13.09.2021, 14:38

New York und Los Angeles kämpfen seit jeher um ihre Reichweite als Kulturhauptstädte. Immer mehr Designer zieht es inzwischen in den Westen. In der Massenflucht gehen New York bedeutende Designer verloren.

Tom Ford ist dafür bekannt, dass er gerne mit Konventionen bricht. Das gelingt ihm nicht nur bei seinen innovativen Kreationen. Für eine gute Platzierung für die Präsentation seiner neuen Kollektion entschied er sich für Los Angeles und gegen New York. Grund dafür ist, dass zum Zeitpunkt der New York Fashion Week auch die Veranstaltungen rund um die Oscarverleihung am Sonntag in Los Angeles in vollem Gange sind.

Hat die New York Fashion Week noch Relevanz?

Die Besetzung bei der diesjährigen Fashion Week fällt dementsprechend dünn aus. Tom Ford sieht es, wie er in einem Statement verkündet, als seine Pflicht, sich als Vorsitzender der amerikanischen Modedesigner für Los Angeles zu entscheiden. In Zukunft wird er alle seine neuen Designs im Zuge der Oscar-Verleihung vorführen. Auch bekannte US-Größen wie Ralph Lauren und Tommy Hilfiger werden ihre Kollektionen nicht mehr in New York vorstellen.

Krise der Branche

Die Krise in den USA bezeichnet lediglich die Veränderungen, mit denen sich die Modebranche gerade konfrontiert sieht. Mit der Demokratisierung der Branche bedeutet das für Modeunternehmen, die überleben wollen, dass sie sich mehr an Internetzyklen orientieren als an die zu Marken-Events verkommenen Modenschauen.

Das richtige Publikum anzuziehen hat New York auch verschlafen. Wo früher vorrangig A-Promis Platz nahmen, sitzen nun Influencer nebeneinander, die damit ihre Kanäle mehr bewerben als die Designer. Deswegen ist Hollywood ein gut gewählter Schauplatz von Tom Ford. Hier kann man die Mode noch zu den Stars bringen.

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