Eine 27-Jährige ist bereits am 14. Mai tot in ihrer Wohnung in Kottingbrunn (Bezirk Baden) gefunden worden. Inzwischen ermitteln das Landeskriminalamt Niederösterreich und die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wegen Mordverdachts. Laut vorläufigem Obduktionsergebnis starb die Frau durch einen Kopfschuss, wie der "Kurier" am Mittwoch berichtet.
Die junge Frau galt tagelang als nicht erreichbar. Nachdem ihre Eltern aus dem Urlaub zurückgekehrt waren und weiterhin keinen Kontakt herstellen konnten, fuhren sie zur Wohnung der 27-Jährigen. Weil niemand öffnete, betraten die Angehörigen die Wohnung mit einem Zweitschlüssel – dort fanden sie ihre Tochter leblos in einer Blutlache.
Die alarmierten Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod feststellen.
Zunächst war unklar, woran die Frau gestorben war. Laut Polizei konnten weder ein Gewaltverbrechen noch ein Suizid oder ein schweres Sturzgeschehen ausgeschlossen werden. Deshalb ordnete die Staatsanwaltschaft eine gerichtsmedizinische Untersuchung an.
Dabei erhärtete sich der Verdacht eines Gewaltverbrechens. Der Schusskanal sei zunächst nicht eindeutig erkennbar gewesen, weil vermutlich eine Waffe mit kleinerem Kaliber verwendet wurde.
Das Landeskriminalamt führt nun Ermittlungen gegen unbekannte Täter. "Derzeit konzentrieren sich die Ermittlungen auf das engere Umfeld und den Bekanntenkreis der 27-Jährigen. Es werden Umfelderhebungen geführt", sagte LKA-Leiter Stefan Pfandler gegenüber dem "Kurier".
Zu möglichen Verdächtigen oder einem Motiv gibt es bislang keine Angaben.