Paukenschlag um das Skigebiet in Lackenhof: Zuletzt schrieben die Ötscherlifte zwar Verluste, der Betrieb wird aber fortgesetzt. "Die Lifte in Lackenhof drehen sich auch in den kommenden Sommer- und Wintersaisonen weiter", so ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Hackl.
"Ohne Lift kein Tourismus. Ohne Tourismus keine Arbeitsplätze. Und ohne Arbeitsplätze stirbt eine Region", betonte Hackl.
Die Region Ybbstaler Alpen soll enger verzahnt werden, 2027 soll ein Anrufsammeltaxi-System kommen, das Radwegnetz soll ausgebaut werden. Um den Sommertourismus anzukurbeln, sollen neue Attraktionen wie etwa ein Wasserspielplatz, ein Mini-Bikepark oder ein Waldrutschenpark am Ötscher gebaut werden. "Downhillstrecken wird es in Lackenhof nicht geben", stellte Hackl klar.
Im Doppelbudget 2027/2028 werden die Finanzmittel für den weiteren Betrieb der Lifte sichergestellt, für Sommeraktivitäten stehe ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag bereit. Der Fokus liege auf Familien mit Kindern bis zwölf Jahren.
Mit einem entsprechenden Sommerangebot sei auch Investor Martin Lenikus (er hat bereits drei Beherbergungsbetriebe) bereit, ein 4-Stern-Hotel zu errichten.
Ziel ist es, in Lackenhof den Turnaround zu schaffen. "In den nächsten zwei Jahren müssen hier positive Effekte gesehen werden", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende und VPNÖ-Klubobmann.
Weiter kündigte Hackl an, dass die Regierungspartner ÖVP und FPÖ in der nächsten Landtagssitzung einen Antrag auf Prüfung der ecoplus Alpin und ihrer Tochtergesellschaften durch den Landesrechnungshof einbringen werden. Die Ergebnisse sollen Grundlage für die künftige Entwicklung der Alpinregionen sein. Auf Resultate hofft der Aufsichtsratsvorsitzende bis Jahresende.
Mit Blick auf das 15-jährige Bestehen der ecoplus Alpin sprach Hackl von einer "Erfolgsgeschichte". Als "Leuchtturmprojekt" hob er die Wexl Arena St. Corona am Wechsel hervor, die mit 250.000 Besuchern im Vorjahr als Positivbeispiel für die Anpassung von kleinen Skigebieten an den Klimawandel gelte.
„Die entscheidende Frage ist nicht, ob der Ötscher weiter betrieben wird – die entscheidende Frage ist, warum die Regierenden sich jetzt selbst durch den Landesrechnungshof prüfen lassen wollen. Wenn ÖVP und FPÖ plötzlich eine Landesrechnungshofprüfung beantragen, ist das kein Zeichen von Transparenz – das ist ein Zeichen dafür, dass irgendjemand anderes bereits zu fragen beginnt oder haben Kurt Hackl und Reinhard Teufl Angst vor dem Rechnungshof Österreich?", kritisierte Helga Krismer, Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag.
Kurt Hackl spricht von roten Zahlen bei den Ötscherliften – gut, dann solle er sie auch offenlegen, so die Grünen. Die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher hätten ein Recht darauf zu wissen, "wie das Steuergeld in den Betrieben der ecoplus Alpin wirklich eingesetzt wird", heißt es in einer Aussendung.