Der Stargast des Europa-Forums Wachau im Stift Göttweig hat kurzfristig abgesagt: Ungarns neuer Regierungschef Péter Magyar wird am Donnerstag doch nicht auftreten.
Das bestätigte eine Sprecherin des Europa-Forums. Als Grund für die überraschende Absage wurden "dringende Verpflichtungen in Budapest" genannt.
Das Europa-Forum Wachau gilt seit Jahrzehnten als wichtige Plattform für europäische Diskussionen und politische Debatten in Österreich.
Heuer steht die Veranstaltung unter dem Motto, die Europäische Union wieder näher zu den Bürgerinnen und Bürgern zu bringen.
Bereits seit Österreichs EU-Beitritt 1995 wird das Forum als "Brückenbauer" zwischen europäischen Staaten und politischen Lagern gesehen. Auch heuer soll dieser Gedanke im Mittelpunkt stehen – trotz der kurzfristigen Absage des ungarischen Premiers.
Magyar war erst vor Kurzem zum Nachfolger des EU-kritischen Langzeit-Regierungschefs Viktor Orbán gewählt worden.
Magyar trifft am Donnerstagvormittag in Wien Bundeskanzler Christian Stocker und Europaministerin Claudia Bauer (beide ÖVP). Geplant ist auch ein Besuch bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen.
Wie die "Presse" berichtete, sei aus dem Programm außerdem ein Termin bei der Wirtschaftskammer (WKO) gestrichen worden.
Stattdessen wird Magyar nach dem Treffen mit Stocker bei einem Mittagessen mit hochrangigen Vertretern österreichischer Unternehmen zusammenkommen, die in Ungarn tätig sind. Der ungarische Ministerpräsident, der zuvor Polen besucht, wird von mehreren Ministern begleitet, darunter Vizeministerpräsidentin und Außenministerin Anita Orbán, die auch ihre Amtskollegin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) treffen soll.
Nach den Treffen in Wien müsse Magyar aufgrund von "dringenden Verpflichtungen" in Budapest frühzeitig abreisen.