Die langfristigen Entwicklungen im Gesundheits- und Sozialwesen zeigen deutlich nach oben: Bis 2030 wird die Beschäftigung in diesem Sektor in Niederösterreich um rund 9.000 Personen steigen. Treiber dieser Entwicklung sind vor allem demografische Faktoren sowie der steigende Bedarf an Betreuungs- und Pflegeleistungen.
Das AMS NÖ will in dem Bereich Impulse setzen, lud in St. Pölten zur 2. Pflege-Jobbörse. 400 Einladungen wurden verschickt, 170 Jobsuchende folgten der AMS-Einladung, 366 Bewerbungsgespräche wurden geführt. Potenzielle Arbeitgeber wie die Landesgesundheitsagentur, Volkshilfe, Rotes Kreuz, Caritas, Hilfswerk, Lebenshilfe und Senecura präsentierten ihre aktuellen Jobangebote.
Trotz eines insgesamt steigenden Arbeitskräfteangebots bleibt der Arbeitsmarkt in den Pflege- und Sozialberufen angespannt: 2025 lag der Stellenandrang bei lediglich 1,2 Arbeitsuchenden pro offener Stelle, während über alle Branchen hinweg durchschnittlich 3,5 Arbeitslose auf eine offene Stelle kommen.
Der Stellenmarkt in Zahlen (2025):
· offene Stellen im Pflege- und Sozialbereich: 1.289; +4,5% zu 2024
im Vergleich: offene Stellen über alle Branchen: 13.244; -12,5%
· Besetzung offener Stellen im Pflege- und Sozialbereich: 5.031: +19,9% verzeichnen im Vergleich: Besetzung offener Stellen über alle Branchen: 76.375; +0,6%.
2025 starteten rund 1.350 Personen über das Pflegestipendium oder die arbeitsplatznahe Qualifizierung eine Ausbildung im Pflegebereich, heuer sollen es 1.400 sein. Rund 60 Prozent aller Pflegeschüler in NÖ erhalten während der Ausbildung Finanzhilfe vom AMS.
AMS NÖ-Chefin Sandra Kern betont: "Wir werden unsere Anstrengungen in diesen Bereichen auf allen Ebenen weiter forcieren." Die Beschäftigung im Gesundheits- und Sozialbereich sei in den letzten fünfzehn Jahren um über 40 Prozent angestiegen: "Das AMS NÖ ist hier sehr engagiert, um freie Stellen sowie Ausbildungsangebote an die richtigen Jobsuchenden zu bringen."