Welt

Tote nach Explosion und Massenpanik in Nachtclub

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:16

Bei einem Feuer samt Explosion in einem Nachtclub in Bukarest sind Freitagabend 27 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 150 weitere wurden schwer verletzt. Viele Partygäste seien mit Verbrennungen, Rauchgasvergiftungen und Verletzungen von einer Massenpanik in Krankenhäuser in Bukarest gebracht worden. Offiziellen Angaben zufolge waren rund 60 Rettungswagen im Einsatz, ein mobiles Krankenhaus wurde vor Ort aufgebaut. Die Regierung rief zu Blutspenden auf.

Bei einem Feuer samt Explosion in einem Nachtclub in Bukarest sind Freitagabend 27 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 150 weitere wurden schwer verletzt. Viele Partygäste seien mit Verbrennungen, Rauchgasvergiftungen und Verletzungen von einer Massenpanik in Krankenhäuser in Bukarest gebracht worden. Offiziellen Angaben zufolge waren rund 60 Rettungswagen im Einsatz, ein mobiles Krankenhaus wurde vor Ort aufgebaut. Die Regierung rief zu Blutspenden auf.

Zum Zeitpunkt der Katastrophe waren laut Medienangaben viele junge Menschen, darunter auch Ausländer,  in dem Club. Einige Hundert besuchten Freitagabend ein Konzert der Bukarester Metalcore-Band "Goodbye to Gravity", als es im Club "Colectiv" zur Explosion kam. Zu den Ursachen des Unglücks gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Berichte von Zeugen waren widersprüchlich.

Feuerwerkskörper als möglicher Auslöser

Mehrere Zeugen sagten, dass eine Show mit Feuerwerkskörpern den Brand ausgelöst habe. Die Schallschutzverkleidung einer Wand sei dadurch in Brand geraten. Ein anderer Zeuge sagte, die Verkleidung der Wand habe plötzlich gebrannt und die Club-Gäste hätten dies zunächst irrtümlich für eine Feuerwerksshow gehalten.

Schließlich sei es zu einer Massenpanik gekommen, weil zunächst nur einer von zwei Ausgängen des Lokals passierbar gewesen sei. Viele Gäste seien niedergetrampelt worden, viele mit Herz-Atemstillstand wegen des dichten Rauchs im Raum gefunden worden. Erst vor zehn Tagen hatte die Polizei das Lokal kontrolliert und einen Mangel an qualifiziertem Personal beanstandet und dafür eine Geldbuße verhängt.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Rumäniens Staatspräsident Klaus Iohannis erklärte auf Facebook, er sei "erschüttert und tief traurig" über diese Tragödie. Es sei "ein sehr trauriger Moment (...) für unsere Nation." Die rumänische Regierung kam Samstagfrüh zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen