Tote Oma: Enkel (29) stand heute vor Gericht

Auftakt im Mordprozess gegen Markus H. in Wr. Neustadt: Der 29-Jährige soll seine Großmutter in Grafenbach-St. Valentin (Neunkirchen) getötet haben. Die große Frage: War er zurechnungsfähig oder nicht?

Im Anzug mit violetter Krawatte und kahlrasiertem Haupt erschien Markus H. gestern im Wr. Neustädter Schwurgerichtssaal. Dass der 29-Jährige in der Nacht auf 24. März in Grafenbach-St. Valentin (Neunkirchen) seine Großmutter, Maria P. (75), gewürgt, geschlagen und dann mit einem Küchenmesser erstochen hatte ("Heute" berichtete), stand gestern eigentlich nie in Frage.



Zurechnungsfähig oder nicht?


Vielmehr wurde der Geisteszustand des damals 28-jährigen Drogensüchtigen durchleuchtet. Laut Gutachten ist Markus H. paranoid und schizophren, aber zurechnungsfähig. Zwischen Markus H. und der Pensionistin bestand ein besonders enges Verhältnis, er soll sie abgöttisch geliebt haben, sie soll ihn sehr geliebt haben. Immer wieder half die Seniorin ihrem Enkerl aus der Patsche (Anm.: er wohnte immer wieder bei ihr, sie unterstützte ihn finanziell)

„Er ist im wahrsten Sinn nicht normal und daher unzurechnungsfähig", so Anwalt Wolfgang Blaschitz, der ebenfalls für eine Einweisung in eine Anstalt (aber ohne Haftstrafe) plädiert.

Ein Urteil wird am zweiten Tag der Verhandlung in Wr. Neustadt, am 17. Dezember, erwartet

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