Welt

Tote und Verletzte bei schwerem Zugunglück in Italien

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:27

In der Nähe von Bari in Süditalien sind am Dienstag gegen 11.30 Uhr zwei Regionalzüge frontal zusammengestoßen. Es gibt 27 Tote und 50 Verletzte darunter auch Kinder.

 

Die beiden Regionalzüge stießen in der Region Apulien zwischen den Städten Ruvo und Curato zusammen. Unter den Passagieren brach Panik aus, die Rettungskräfte eilten zum Unfallort. An Bord der Regionalzüge befanden sich laut italienischen Medien vor allem Pendler und Studenten. 

Mindestens 27 Tote und rund 50 Verletzte wurden bisher aus den Trümmern geborgen. Laut Medienberichten werden aber noch Dutzende mehr in den Zugwracks befürchtet. 



Vor allem Passagiere, die in den ersten beiden Waggons saßen, wurden verletzt. Die Waggons sind Meldungen zufolge fast vollkommen zerstört. Beide Garnituren hatten jeweils vier Waggons. Massimo Nitti, Generaldirektor des Bahnunternehmens Ferrotramviaria, sagte dem Sender RAI, dass "einer der Züge nicht dort hätte sein dürfen".

Crash auf eingleisiger Strecke

Auch ein Kleinkind wurde mittlerweile aus den Trümmern geborgen, es war noch am Leben und wurde per Hubschrauber ins Spital geflogen. In den Zügen saßen großteils Pendler und Studenten. Der Unfall ereignete sich auf einer eingleisigen Strecke nördlich der Stadt Bari.

Italiens Premier Matteo Renzi sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Die Aufklärung habe oberste Priorität: "Wir werden nicht ruhen, bis klar ist, was passiert ist."

Ursachensuche

Jetzt wird ermittelt ob es sich um menschliches Versagen handelt. Aber auch ein technische Problem kann nicht ausgeschlossen werden. Die Blockbox der Züge soll die offenen Fragen beantworten. 

Wegen Finanzproblemen wurde erst kürzlich der geplante Ausbau der Strecke auf zwei Gleise verschoben. 

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