Der Tod eines Neugeborenen im Klagenfurter Europapark bleibt vorerst ungeklärt. Rund ein Jahr nach dem schockierenden Fund eines toten Babys hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen mangels neuer Hinweise eingestellt.
Das Neugeborene war am 5. Juli 2025 entdeckt worden. Der Bub lag in ein Handtuch gewickelt in einer Einkaufstasche, die in einem Gebüsch im Bereich des Iriskogels versteckt worden war.
In den Monaten danach wurde intensiv ermittelt. Auch Phantombilder eines jungen Paares, das von einer Zeugin in der Nähe gesehen worden war und als mögliche Eltern galt, brachten keinen entscheidenden Hinweis.
Der Fall wurde im Februar 2026 sogar in der Sendung "Fahndung Österreich" präsentiert. Doch auch der öffentliche Fahndungsaufruf führte zu keinem Ermittlungserfolg.
"Das Verfahren wurde abgebrochen. Wir haben derzeit keine offenen Ermittlungsansätze", sagte Markus Kitz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, gegenüber der "Kleinen Zeitung".
Der Fall wird rechtlich als "Tötung eines Kindes bei der Geburt" geführt und nicht als Mord. Dadurch könnte das Delikt auch verjähren.
Endgültig abgeschlossen ist der Fall allerdings nicht. Sollten neue Beweise oder Hinweise auftauchen, können die Ermittlungen jederzeit wieder aufgenommen werden.