Probleme in Kärnten

Wälder vermüllt – illegale Nudelfabrik im Verdacht

Schon wieder wurden Dutzende Müllsäcke mit pürierten Speiseresten entdeckt. Die Polizei vermutet hinter der Serie eine illegale Nudelproduktion.
Österreich Heute
04.07.2026, 12:26
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Der rätselhafte Müll-Krimi in Kärnten geht weiter: In einem Waldstück in der Gemeinde Feld am See sind erneut rund 60 Müllsäcke mit pürierten Speiseresten entdeckt worden. Es ist bereits der nächste Fund einer Serie, die die Behörden seit rund zwei Jahren beschäftigt.

Schon fast 500 Müllsäcke entdeckt

Die bunten Säcke lagen in einem steilen Waldstück in Klamberg, nahe eines Baches. Ihr Inhalt gleicht laut ORF den bisherigen Funden: fein pürierte Speisereste, die in mehreren Plastiksäcken verpackt wurden. Nach Angaben der Polizei wurden laut dem ORF zwischen dem Millstätter See und Arriach innerhalb von zwei Jahren bereits fast 500 solcher Müllsäcke illegal entsorgt.

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Fundorte gab es unter anderem bereits in Arriach, Radenthein, am Verditz bei Treffen sowie in Dellach im Drautal.

Polizei vermutet illegale Nudelfabrik

Für die Ermittler spricht vieles dafür, dass alle Fälle zusammenhängen. "Die Plastiksäcke haben die gleiche Farbe und Aufschriften und deswegen besteht da sicherlich ein Zusammenhang", sagte Christian Lepuschitz von der Polizeiinspektion Afritz gegenüber dem ORF.

Eine heiße Spur gibt es allerdings nicht. "Wir sind da allen Hinweisen nachgegangen und das Problem ist, wir haben alle Betriebe überprüft und jeder hat einen Entsorgungsnachweis vorlegen können. Also ein offizielles Gewerbe kann man derzeit ausschließen. Also wir haben derzeit keinen weiteren Hinweis."

Die Polizei geht deshalb davon aus, dass die Speisereste aus einer illegal betriebenen Produktionsstätte stammen könnten.

Teigmasse statt Käsnudeln

Nach einem früheren Fund mit 160 Müllsäcken bei Radenthein wurde der Inhalt von der Lebensmittelaufsicht untersucht. Demnach handelt es sich bei dem Brei um eine Teigmasse. Umweltgefährdend sei der Inhalt nicht – die zurückgelassenen Plastiksäcke hingegen sehr wohl.

Wer letztlich für die Entsorgung aufkommen muss, ist noch offen. Nach Angaben des ORF könnte der betroffene Grundeigentümer auf den Kosten sitzen bleiben. Ob die Gemeinde finanzielle Unterstützung leistet, ist derzeit unklar.

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