Ärger mit Müll in Wiener Gemeindebau! Bewohner eines Gemeindebaus in Favoriten kämpfen mit Ekel-Zuständen. Im Bereich wo der Müll entsorgt werden soll, herrscht Chaos. Anstatt in den Containern liegt der Mist verteilt am Boden. Von Plastik bis hin zu kaputten Rollern – dort lässt sich alles finden. Einer "Heute"-Leserin reicht es nun! "Ich bin damals 1962 mit meinen Eltern in die Siedlung eingezogen. Meine 93-jährige Mutter wohnt noch immer dort. Jedes Mal wenn ich sie besuche, ist das ein regelrechter Schock", schildert die Wienerin.
Sofort schoss sie mit ihrer Handykamera mehrere Fotos von dem desolaten Zustand des Entsorgungsplatzes. "Es liefen sogar drei Ratten herum", erklärt die Frau. Sie erinnert sich noch an den einst aufgeräumten und sauberen Ort. "Das ist mehr als traurig", gibt die Wienerin zu.
Wiener Wohnen erklärte gegenüber "Heute", dass die Probleme rund um Müll und Verschmutzungen bereits länger bekannt seien. Ein vollständiges Verhindern illegaler Müllablagerungen sei in großen Wohnhausanlagen leider nicht möglich – entsprechende Maßnahmen sollen jedoch die Situation so gut wie möglich verbessern.
Deshalb wurden zusätzliche Reinigungen eingeführt – besonders betroffene Bereiche werden seit März 2025 zwei Mal pro Woche gesäubert. Auch Sperrmüll werde unterdessen laufend entfernt. "Wiener Wohnen hat außerdem bei der MA 48 eine Überprüfung der Containeranzahl bzw. der Entleerungsfrequenz veranlasst. Die Entscheidung darüber liegt allerdings bei der MA 48", so die Pressesprecherin.
Zudem kontrollieren Ordnungsberater die Anlage regelmäßig und sprechen bei Verstößen Ermahnungen oder Strafen aus. Auch eine gemeldete Rattensichtung wurde überprüft, dabei seien zwei Rattenlöcher verschlossen worden – ein aktiver Befall konnte ausgeschlossen werden. Laut Wiener Wohnen erschweren naturschutzrechtliche Vorgaben jedoch die Schädlingsbekämpfung, da sich die Anlage in einem Hamsterschutzgebiet befindet.
"Dauerhaft gelingen kann das nur im Zusammenwirken aller – durch korrekte Müllentsorgung ebenso wie durch eine rasche Beseitigung von Ablagerungen", appelliert die Pressesprecherin abschließend.