Eine Baustelle in Wien sorgt derzeit für massive Sicherheitsbedenken. Besonders brisant: Direkt unterhalb der Arbeiten befinden sich sowohl eine Fahrbahn als auch ein stark frequentierter Fußgängerbereich.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagvormittag in der Wiener Donaustadt. Auf der Erzherzog-Karl-Straße wird aktuell eine Wohnhausanlage saniert. Sogar die Spurführung musste für diese Baustelle geändert werden. Doch offensichtlich nehmen es einige Mitarbeiter nicht ganz so ernst mit den Sicherheitsbestimmungen.
Wie Augenzeugen berichten, wurden mehrere Holzbretter ohne ausreichende Sicherungsmaßnahmen vom Dach des Gebäudes gehoben. Unter dem Kran fahren jedoch nicht nur Fahrzeuge vorbei – auch Fußgänger sind dort unterwegs.
"Heute" sprach mit einem erfahrenen Bauleiter einer großen Wiener Baufirma. Für ihn ist die Situation eindeutig. "So etwas ist grob fahrlässig. Normalerweise müsste man die Baustelle sofort einstellen", erklärt der Experte deutlich.
Besonders gefährlich seien dabei die offenbar unzureichend gesicherten Holzplatten im Bereich der Baustelle. "Nicht auszumalen, was passieren würde, wenn die Holzplatten auf eine Person fallen würden", warnt der Bauleiter.
Gerade weil sich unterhalb der Baustelle sowohl Fahrzeuge als auch Fußgänger bewegen, müsse laut Experten dringend überprüft werden, ob die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen überhaupt zulässig sind. Ob bereits eine offizielle Kontrolle durch die Baupolizei eingeleitet wurde, ist derzeit noch unklar.