Tränen bei Pilz nach verpasster Medaille: "Tut so weh"

Jessica Pilz weinte um die Medaille.
Jessica Pilz weinte um die Medaille.Picturedesk, Screenshot
Jessica Pilz hat die erhoffte Medaille bei der olympischen Kletter-Premiere in Tokio hauchdünn verpasst. Bei der 24-Jährigen flossen die Tränen. 

Im Speed-Bewerb hatte die Niederösterreichern, die in Innsbruck lebt und trainiert, noch den sechsten Platz geholt, im Bouldern war sie auf Rang fünf geklettert, der dritte Platz im Vorstieg reichte hauchdünn nicht zu Edelmetall. Pilz wurde schließlich mit 90 Punkten Siebte, hätte sie einen Griff mehr erklettert, hätte sie die Silbermedaille mit nach Hause genommen. Gold ging so an die überlegene Olympiasiegerin Janja Garnbret aus Slowenien, vor den beiden Japanerinnen Miho Nonaka und Akiyo Noguchi. 

Pilz war nach dem Vorstiegs-Finale untröstlich. Die 24-Jährige ließ ihren Emotionen freien Lauf. "Die Enttäuschung ist ziemlich groß. Es war knapp und es tut gerade sehr weh", schluchzte Österreichs beste Sportkletterin ins "ORF"-Mikrofon. 

Der Druck vor dem entscheidenden Vorstiegs-Bewerb war groß gewesen. Wie tags zuvor Jakob Schubert, der sich mit einem Sieg im Lead noch die Bronzemedaille gesichert hatte, musste Pilz unter die Top-Zwei kommen. Am Ende wurde sie nur Dritte. "Ich wusste, dass ich im Lead alles geben muss, ich bin auch gut geklettert, leider hat es nicht gereicht", bilanzierte Pilz nüchtern. 

"Das muss ich erst einmal verarbeiten und wieder einen freien Kopf kriegen", schloss die 24-Jährige, die bei den Spielen 2024 in Paris wohl wieder antreten wird, ihre zweite Chance auf Edelmetall hat. 

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