Erst Ekstase, dann der Schock: Kanadas Fußballer sind auch ohne Anführer Alphonso Davies zu ihrem ersehnten ersten WM-Sieg gestürmt, bangen aber gleichzeitig um einen ihrer größten Leistungsträger. Beim überzeugenden 6:0 (3:0) im zweiten Gruppenspiel gegen Katar stieß der Co-Gastgeber das Tor zur K.o.-Phase weit auf, eine Horror-Verletzung von Ismael Koné verlieh der ausgelassenen Party-Stimmung im BC Place von Vancouver jedoch einen erheblichen Dämpfer.
"Wir wollten so Fußball spielen, dass das Publikum elektrisiert wird. 40 Millionen Kanadier werden heute behaupten können, sie waren im Stadion. Was für ein Spiel von unserer Mannschaft", sagte Kanadas aufgekratzer Cheftrainer Jesse Marsch. Es gab allerdings auch einen dicken Wermutstropfen - die Verletzung von Koné.
Beim Stand von 3:0 verletzte sich der 24-jährige Mittelfeldspieler bei einem Foul von Assim Madibo (51.) augenscheinlich schwer am linken Bein, das eine deutlich erkennbare Fehlstellung aufwies. Spieler und Zuschauer waren sichtlich geschockt, der zweifache Torschütze Jonathan David musste mit Tränen in den Augen von seinen Mitspielern getröstet werden.