England ist mit einem 4:2-Erfolg gegen Kroatien erfolgreich in die Fußball-WM 2026 gestartet. Für Gesprächsstoff sorgte nach dem Schlusspfiff aber nicht nur die Leistung der "Three Lions", sondern auch eine hitzige Szene zwischen Teamchef Thomas Tuchel und Torhüter Jordan Pickford.
Wie mehrere englische Medien unter Berufung auf Reporter am Spielfeldrand berichten, soll Tuchel beim Stand von 1:0 lautstark auf seinen Schlussmann eingeredet haben. Der deutsche Coach war demnach mit dem Spielaufbau seines Keepers unzufrieden und soll ihm zugerufen haben: "Tu das, was ich dir sage!"
Pickford reagierte allerdings nicht wie gewünscht. Statt den Ball in die von Tuchel geforderte Richtung zu spielen, entschied sich der Everton-Torhüter für eine andere Lösung. Die Aktion war offenbar nur eine von mehreren Szenen, die dem England-Teamchef vor der Pause missfielen.
Dass es in der Kabine deutlich wurde, bestätigte Kapitän Harry Kane nach dem Spiel. "Wir haben uns in der Pause einiges anhören müssen von Tuchel", sagte der Stürmer. Die Ansprache zeigte Wirkung. England legte nach dem Seitenwechsel zu und brachte den Sieg schließlich souverän über die Zeit.
Kane lobte den Trainer für dessen Auftreten. Tuchel habe der Mannschaft klargemacht, dass sie ihren eigenen Stil durchziehen müsse. "Wir haben Vollgas gegeben – und dem hatten sie nichts entgegenzusetzen", erklärte der Angreifer.
Auch Tuchel selbst sprach später über seine Halbzeitansprache. Sein Team sei zu sehr darauf bedacht gewesen, das Ergebnis zu verwalten. Deshalb habe er versucht, die Spieler zu ermutigen, mutiger aufzutreten und mehr Risiko zu nehmen. Der Plan ging auf: Nach der Pause ließ England keinen weiteren Gegentreffer mehr zu.