Sie lässt mit Strom, nicht mehr mit Gas kochen – trotzdem muss die Gastronomin Christina Hummel (45) mehr denn je für Energie brennen. Die Preisexplosion liegt der gesamten Branche schwer im Magen. Auf Facebook machte die Kult-Wirtin aus der Wiener Josefstadt ihrem Ärger über eine erhaltene Monatsrechnung Luft.
"Hier muss schnellstens was passieren!! Eine solche Erhöhung des Strompreises zum Vorjahr bei fast gleichem Verbrauch, trotz neuem Induktionsfeld, ist die Gastronomie bald nicht mehr leistbar", schreibt die 45-Jährige und fügt bitter hinzu: "Unternehmerisch gesehen ist das nur mehr ein Hobby, und kein Lebensverdienst!!"
Die Kosten in ihrem Café Hummel schnalzten von 2.976,55 Euro auf 9.182,88 Euro im Monat hinauf. "Da muss was passieren", fordert die Gastronomin in einem Interview des Branchenblatts "Gastronews".
Im "Heute"-Gespräch konkretisierte sie: "Die Wirtschaftskammer sollte sich mehr und lautstärker für uns einsetzen. Im Jänner drohen verheerende Folgen, wenn bei vielen dann die horrenden Nachzahlungen anstehen".
Sie warnt vor dem kommenden Strom-Armageddon in der Gastro-Branche, denn: "Mich rufen laufend weinende Kollegen an – alles gestandene Männer – bei denen wegen der gestiegenen Kosten die Tränen fließen". Viele werden diese im Winter wohl mehr stemmen können, wenn die Politik nicht jetzt reagiere. Die 45-Jährige hätte sogar dafür ein Rezept und fordert "eine Mehrwertsteuersenkung, wie in Deutschland."