Plötzlich ist es still im Dolby Theatre. Kein Lachen, kein Glamour – nur Emotionen. Beim traditionellen "In Memoriam" der Oscar-Verleihung erinnert Hollywood an seine verstorbenen Stars. Und diesmal trifft es besonders hart.
Schauspieler Billy Crystal tritt auf die Bühne und gedenkt seines engen Freundes Rob Reiner. Der Regisseur, bekannt für Kultfilme wie "When Harry Met Sally", wurde vor wenigen Monaten gemeinsam mit seiner Frau Michele brutal ermordet. Als mutmaßlicher Täter gilt ihr eigener Sohn Nick.
Crystal spricht von einem "unglaublichen Verlust" und erinnert an Reiners Engagement und seinen Humor. Hinter ihm öffnet sich der Vorhang und auf der Bühne stehen zahlreiche Weggefährten des verstorbenen Filmemachers.
Auch andere Filmgrößen werden gewürdigt: Auf der Leinwand erscheinen Namen wie Val Kilmer, Robert Duvall, Claudia Cardinale, Udo Kier und Catherine O'Hara.
Besonders emotional wird es, als Rachel McAdams in ihrer Laudatio auf Diane Keaton plötzlich selbst mit den Tränen kämpft.
Dann folgt ein Gänsehautmoment: Musiklegende Barbra Streisand betritt die Bühne und erinnert mit liebevollen Worten an ihren verstorbenen Co-Star Robert Redford. Zum Abschluss stimmt sie "The Way We Were" aus dem gleichnamigen Film an – ein Moment, der das Publikum sichtbar bewegt.
Nicht nur im Saal fließen Tränen. "Bild" berichtet, auch im sonst so hektischen Presseraum herrscht plötzlich mucksmäuschenstille.