Ein ehemaliger Sport- und Klettertrainer sowie Tagesvater soll sich von 2014 bis Sommer 2021 an zahlreichen Kindern vergangen haben - heute muss der 35-Jährige dafür in Wr. Neustadt auf die Anklagebank.
Die Anklage wirft ihm Vergewaltigung, schweren sexuellen Missbrauch von Unmündigen, geschlechtliche Nötigung und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses vor. Er soll bereits 2007 straffällig geworden sein - damals soll er einschlägiges Kinderpornomaterial gesammelt haben.
Der Mann mit pädophilen Neigungen soll sich überhaupt ob seiner Neigungen und Gelüste für diese Berufssparte entschieden haben. Laut Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt habe der Angeklagte seine Ausbildungen "gerade zur Stillung seiner sexuellen Bedürfnisse" absolviert. Er habe "all seine abartigen Fantasien ausleben" wollen und sich dafür auch das Vertrauen der Eltern erschlichen. Als Tagesvater soll er fünf Familien betreut haben und die Intensität seiner abartigen Handlungen sukzessive gesteigert haben.
Der 35-Jährige übte laut Anklage in einigen Fällen auch massive Gewalt gegen die Mädchen aus, auch seine Postion als Sporttrainer soll er schamlos ausgenützt haben. Die Verhandlung dürfte großteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, es gilt die Unschuldsvermutung.
Dass pädophile Männer die Ausbildung zum Kinder- und Jugendbetreuer oder Sozialpädagogen machen, ist leider kein Einzelfall. Aufsehenerregend war der Fall rund den "Schwarzen Mann" bzw. "Maskenmann" in Norddeutschland. Der heute 51-Jährige soll sich von den 1990er-Jahren rund 20 Jahre lang schwarz maskiert immer wieder in Jugendlager, Zeltlager und Internate geschlichen haben und Kinder unsittlich berührt haben. Anfangs schenkte den Kindern natürlich niemand Glauben, als diese vom "Schwarzen Mann" erzählten. Der Rest ist traurige, deutsche Kriminalgeschichte: Mindestens 40 Übergriffe und drei Morde an Kindern (8, 9, 13) - mehr dazu hier.