Schiavone weiß, wie es geht. Die Italienerin krönte sich 2010 zur Siegerin der French Open – der einzige Grand-Slam-Sieg für die Italienerin. 2018 trat die Top-Spielerin dann zurück, mittlerweile ist die 45-Jährige die starke Frau hinter Österreichs Tennis-Wunderkind Lili Tagger. Unter der Führung der Italienerin gewann die Osttirolerin bereits 2025 den Juniorinnen-Bewerb der French Open. Dieses Jahr schlägt sie erstmals im Hauptbewerb auf. Am Sonntag startet der Sandplatz-Grand-Slam.
So emotional Schiavone als Spielerin war, so kühl und berechnend wirkt die Italienerin heutzutage manchmal in der Box ihres neuen Schützlings. Der Weg soll jedenfalls steil nach oben gehen. "Sie hat mir gesagt, dass Lilli oft zu österreichisch denkt. Sie muss sich mehr trauen, meint sie", erzählte die ehemalige rot-weiß-rote Top-Tennisspielerin Barbara Schett der "Tiroler Tageszeitung". Sie hatte während des WTA-Turniers in Linz mit der Tagger-Trainerin gesprochen. Schiavone sei genau da "die Richtige."
Tagger trainiert seit 2023 in Schiavones Akademie im italienischen Varese. Für die 45-Jährige sei das "Projekt Tagger" nun "eine Riesenchance", wie Schett meinte, das wisse Schiavone auch. "Sie hat sie mit aufgebaut, ist mit Leib und Seele dabei. Wenn man mit ihr redet, merkt man, wie viele Gedanken sie sich macht", so die einstige Top-Ten-Spielerin aus Tirol.
Die aktuelle Nummer 91 der Tenniswelt und ihre Trainerin würden sich generell "sehr gut" verstehen, wie Schett meinte, sie würden immer wieder gemeinsam Karten spielen.
Ab Sonntag muss Tagger dann die Karten auf den Tisch legen, da beginnen die French Open. Und Österreichs Tennis-Shootingstar hat Großes vor.