Fans sammeln die Flaschen auf

Radprofis pinkeln in Flaschen! Giro greift hart durch

Beim Giro d'Italia 2026 sorgt ein ungewöhnliches Problem für Wirbel: Fans sammeln Trinkflaschen als Erinnerungsstücke, manche sind besonders gefüllt.
Sport Heute
20.05.2026, 08:12
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Der traditionsreiche Giro läuft auf Hochtouren, doch am Wochenende mussten die Organisatoren eine klare Ansage machen. Nach der neunten Etappe wurde das Fahrerfeld ausdrücklich daran erinnert: Es ist strengstens verboten, in Trinkflaschen zu urinieren und diese dann auf die Strecke zu werfen. Offenbar wollten einige Profis damit Strafen fürs Wildbieseln am Straßenrand umgehen. Wie 20min.ch berichtet, ist das aber kein Kavaliersdelikt.

Die 109. Ausgabe der berühmten Rundfahrt läuft vom 8. bis 31. Mai 2026. Insgesamt warten 21 Etappen und rund 3.459 Kilometer auf die Sportler. Erstmals startete der Giro in Bulgarien mit drei Auftaktetappen in Nessebar, Burgas und Sofia. Danach ging es für das Peloton zurück nach Italien. Die Route führt quer durchs Land – von Süditalien bis nach Rom. Sieben Bergankünfte, knackige Alpen- und Dolomitenetappen und ein 40 Kilometer langes Zeitfahren zwischen Viareggio und Massa stehen am Programm.

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Strafen für unsportliches Verhalten

In den letzten Tagen hagelte es Geldstrafen für unsportliches Verhalten, Vermüllung und öffentliches Urinieren. Der Radsport-Weltverband UCI betont: Solche Aktionen schaden dem Ansehen des Sports – besonders bei einem Großereignis wie dem Giro, wo viele Fans an der Strecke stehen und Flaschen als Souvenir mitnehmen.

So musste etwa Christopher Juul-Jensen vom Team Jayco AlUla knapp 550 Euro Strafe zahlen und verlor 25 UCI-Punkte, weil er Müll außerhalb der vorgesehenen Zonen entsorgt hatte. Auch Lennert Van Eetvelt wurde zur Kasse gebeten 220 Euro, weil er während des Rennens öffentlich urinierte. Die UCI erklärte, das schade dem Image des Radsports. David De la Cruz bekam ebenfalls eine Geldstrafe von knapp 550 Euro wegen unangemessenen Verhaltens.

Gefährliche Souvenirs für Fans

Die UCI will unbedingt verhindern, dass Zuschauer versehentlich Flaschen mit Urin als Andenken nach Hause nehmen. Laut den Kommissaren des Giro verwenden manche Fahrer leere Trinkflaschen als Notlösung, entleeren sie später und werfen sie dann an den Straßenrand. Für die Fans sehen die Flaschen oft wie ganz normale Souvenirs aus mit einem ekligen Geheimnis.

Pipipausen gehören schon ewig zum Profi-Radsport. Meistens nutzen die Fahrer ruhigere Rennabschnitte, um kurz stehen zu bleiben oder sich zurückfallen zu lassen. Gerade bei Etappen mit vielen Zuschauern wird es aber immer schwieriger, unbemerkt einen passenden Platz zu finden. Manche Profis halten deshalb stundenlang aus, um keine Strafe oder öffentliche Kritik zu riskieren.

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