Braut stirbt bei Traktor-Unfall – Bruder verurteilt

Mit einer Tragödie hatte ein Polterabend im September im Bezirk Amstetten geendet: Ein Traktoranhänger mit Festgästen kippte um, die Braut starb im Spital.
Mit einer unfassbaren Tragödie hatte ein Polterabend am 8. September in Allhartsberg (Bezirk Amstetten) geendet: Bei einer ausgelassenen Traktorausfahrt mit rund 20 Passagieren am Anhänger kippte dieser um. Die blutige Bilanz: 13 Verletzte, sechs davon schwer ("Heute" berichtete). Dutzende Sanitäter, drei Notarzt-Helis und zahlreiche Rettungswagen waren am Unglücksort.

Ganz tragisch: Unter den Verletzten waren zwei Schwangere und die künftige Braut. Der Fahrer des Traktors: Der 26-jährige Bruder der künftigen Braut. Die Schwerverletzten wurden in Spitäler gebracht. Die junge Braut kämpfte tagelang im Linzer Spital ums Überleben, doch ihre Verletzungen waren zu schwer. Die Frau starb im Krankenhaus ("Heute" berichtete).

Bruder bekannte sich schuldig

Der Lenker der Zugmaschine war nüchtern, doch die Staatsanwaltschaft entschied: Anklage wegen grob fährlässiger Tötung und fahrlässiger Gemeingefährdung - Strafrahmen bis zu drei Jahre Haft. Am Mittwoch musste der gezeichnete Bruder den schweren Gang zu Gericht in St. Pölten antreten. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Der Traktorlenker sei zu schnell in eine Rechtskurve gefahren. Statt der zugelassenen 10 km/h soll der 26-Jährige laut Staatsanwalt mit 25 bis 30 km/h gefahren sein.

Der Angeklagte bekannte sich schuldig im Sinne der Anklage. Der Verteidiger: "Die wahre Strafe hat meine Mandant ohnedies schon erhalten." Obendrauf gab es jetzt auch noch vor Gericht zehn Monate bedingte Haft und 9.000 Euro unbedingte Geldstrafe (nicht rechtskräftig).

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