Einen Tag nach dem bitteren 1:5 bei Red Bull Salzburg hatte Rapid noch auf Verstärkung gehofft. Vor allem im defensiven Mittelfeld wollten die Hütteldorfer nachlegen. Daraus wurde bis zum Ende der Transferfrist nichts, wie Sportchef Markus Katzer gegenüber dem "Kurier" bestätigte.
Der Bedarf ist durchaus vorhanden. Mit Romeo Amane, Lukas Grgic und Tobias Börkeeit haben gleich drei Spieler für die Sechser-Position den Verein verlassen. Besonders schwer wiegt sportlich der Abgang von Amane, für den Rapid immerhin rund 6,5 Millionen Euro kassierte.
Damit bleiben Kapitän Matthias Seidl und Nicolas Bajlicz vorerst die wichtigsten Optionen im defensiven Mittelfeld. Auch der erst 19-jährige Lorenz Szladits steht im Kader. Seidl und Bajlicz spielten auch gegen Salzburg mit dem Ball gefällig, offenbarten in der Rückwärtsbewegung aber Lücken.
Trainer Johannes Hoff Thorup hatte nach der Abfuhr in Salzburg deutlich gemacht, dass er Handlungsbedarf sieht. "Wir haben heute gesehen, wo wir Verstärkung brauchen, wenn wir um die Spitzenplätze in dieser Liga mitspielen wollen", erklärte der Däne.
Martin Ndzie könnte später ebenfalls wieder eine Alternative werden. Der 23-Jährige fällt allerdings seit dem Wiener Derby im Februar mit einer Knieverletzung aus und dürfte erst in einigen Wochen wieder für Einsätze infrage kommen.
Eine letzte Hoffnung auf eine Verstärkung bietet der Markt an vertragslosen Spielern. Dabei sticht vor allem Ex-WSG-Kapitän Valentino Müller ins Auge. Er hofft auf einen Auslandstransfer, wie bis letzte Woche auch Ex-Kollege Matthäus Taferner. Taferner kehrte nach Wattens zurück. Müller ist noch auf der Suche und könnte für Katzer zum Transfer-Joker werden.