Nach dem Tod von Fidel Castro trauern die Menschen in Kuba, die internationale Linke kondoliert. In Miami dagegen feiern Exil-Kubaner den Tod des ihnen verhassten Machthabers.
trauern die Menschen in Kuba, die internationale Linke kondoliert. In Miami dagegen feiern Exil-Kubaner den Tod des ihnen verhassten Machthabers.
Die Beisetzung des Ex-Präsidenten wird am 4. Dezember stattfinden. Doch bereits jetzt trauern Kubaner um Fidel Castro - die meisten von ihnen verbrachten den Großteils ihres Lebens mit ihm als Staatschef.
"Alle Kubaner weinen heute Nacht", sagte die 42-jährige Marbelys einem Reporter der Deutschen Presse-Agentur in der Hauptstadt Havanna. "Ich werde 100 Jahre weinen", fügte eine andere Kubanerin, Digna Maritza, hinzu. "Fidel hat uns Armen alles gegeben."
In Miami im US-Bundesstaat Florida, hingegen war die Freude groß. Denn hier leben Zehntausende Exil-Kubaner, deren Familien im Laufe der Jahrzehnte von dem sozialistischen Insel-Staat geflüchtet waren.
"Er ist gestorben, er ist gestorben" riefen jubelnde Menschen und fuhren in hupenden Autokorsos durch die Straßen. Aber auch in der kubanischen Hauptstadt gibt es kritische Stimmen: "Gut, dass er tot ist. Jetzt fehlt nur noch der Bruder", sagte Jorge Gonzalez. Der 22-Jährige erklärte Journalisten, er müsse sich prostituieren, um über die Runden zu kommen. "Was wir brauchen, sind Jobs."
Venezuelas sozialistischer Regierungschef Nicolás Maduro hingegen ehrte Castro auf Twitter: "Fidel hat sich auf den Weg in die Unsterblichkeit jener gemacht, die ihr ganzen Leben kämpfen. Immer bis zum Sieg." Auch Ecuadors Staatschef Rafael Correa meldete sich zu Wort: "Ein Großer ist von uns gegangen. Fidel ist gestorben. Es lebe Kuba. Es lebe Lateinamerika."