Trauriger Babyalarm auf Tierschutzhof

Zwei kleine Füchslein und ein schwer verletztes Marderbaby werden jetzt im Tierparadies aufgepäppelt. Ein Tier ist noch auf der Intensivstation.

Das Tierparadies Schabenreith hat seit kurzem drei tierische, verwaiste Findelkinder mehr – zwei erst ein paar Wochen alte Fuchsbabys und ein Marderbaby. Der rund 2,5 Monate alte Marder liegt noch auf der Intensivstation. Sein Zustand ist aufgrund der schweren Verletzungen kritisch. Tierpfleger und Tierärzte kämpfen noch um sein Leben.

Fuchsbabys schwer verletzt am Straßenrand gefunden

Fuchsbaby "Coffee", wie es jetzt heißt, wurde erst kürzlich alleine am Straßenrand in Lenzing (OÖ) gefunden. Das junge Füchslein hatte innere Blutungen und musste auf der Intensivstation behandelt werden, wie es aus dem Tierparadies Schabenreith heißt.

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Warum der Fuchs alleine aufgefunden wurde, ist unklar. Füchse in diesem Alter "verlassen normalerweise noch nicht den Bau.", heißt es aus dem Tierparadies. "Möglicherweise wurde der Fuchsbau (durch einen Bagger?) zerstört und die Mutter getötet, wie es bei Bauarbeiten oft vorkommt.", spekuliert das Tierheim.

Das zweite Fuchsbabys "Melitta", hat das Tierparadies vom Assisi-Hof Oberösterreich (ÖTV) übernommen. Damit sind die kleinen Füchse ab jetzt zu zweit und haben zumindest einen Spielkameraden, nachdem sie offenbar ihre Mutter verloren haben. Beiden Jungtieren geht es gut. "Ihr gesundheitlicher Zustand ist mittlerweile stabil, heißt es aus dem Tierparadies. Im Gegensatz zu dem schwer verletzten Marderbaby, das am selben Tag wie "Coffee" gefunden wurden.

Marderbaby noch auf Intensivstation

Ein Finder hatte das halbtote Jungtier auf einer Straße in Scharnstein (Gmunden, OÖ) aufgelesen und mit nach Hause genommen. "Erst eineinhalb Tage später brachte er das Tier ins Tierparadies.", heißt es in einer aktuellen Aussendung.

Das Marderbaby hat eine Schädelfraktur, eine Augenverletzung sowie einen Beckenbruch. Vermutlich wurde das erst rund zwei Monate alte Tier von einem Auto angefahren, heißt es aus dem Tierheim. Jetzt kämpft das Tierparadies um das erst kurze Leben des Marderbabys. Auf einem Auge wurde das Jungtier sofort operiert, um es erhalten zu können. "Der Zustand des 2,5 Monate alten Tieres ist kritisch, es ist weiterhin auf der Intensivstation in tierärztlicher Behandlung.", heißt es aus dem Tierparadies.

Füchse werden nicht mehr ausgewildert

Eine Auswilderung ist nicht vorgesehen, heißt es aus dem Tierparadies, "da Füchse permanent gejagt werden und es für sie keine Schonzeit gibt." Außerdem komme es durch die Handaufzucht und den engen Menschenkontakt zu einer Fehlprägung, was eine Auswilderung unmöglich mache.

"Bitte: Wenn Sie ein verletztes Tier finden, rufen Sie unbedingt sofort die nächstgelegene Tierrettung an, es zählt oft jede Sekunde!"

, appelliert das Tierparadies Schabenreith.

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