Wasser-Alarm in Tirol: In Zirl und Gnadenwald (Bezirk Innsbruck-Land) ist derzeit Vorsicht geboten. Nach den Unwettern der vergangenen Tage kann in beiden Gemeinden keine einwandfreie Trinkwasserqualität garantiert werden.
In Gnadenwald dürfte das Wetter eine mögliche Ursache sein. Nach Angaben der Gemeinde kam es zu Verunreinigungen im Trinkwassernetz. Zusätzlich fiel die UV-Anlage nach einem Blitzschlag aus. Mittlerweile läuft sie wieder, das Netz wird laufend gespült. In den kommenden Tagen soll sich die Wasserqualität wieder stabilisieren.
Auch in Zirl bleibt das Abkochgebot aufrecht. Die Gemeinde untersucht derzeit, woher die Verunreinigung kommt. Dafür wird jede einzelne Quelle getestet, die Wasser zum Hochbehälter Schlossbach liefert.
Bürgermeister Thomas Öfner (SPÖ) geht laut dem ORF davon aus, dass die starken Regenfälle eine Rolle spielen könnten. Bei solchen Ereignissen könne es zu Einträgen aus der Umwelt kommen – etwa auch durch Fäkalien von Tieren.
Eine unmittelbare Lebensgefahr bestehe nach aktuellem Wissensstand nicht. Wer das Wasser trotzdem ungekocht trinkt, muss laut Bürgermeister allerdings mit Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall rechnen.
Das Gebot betrifft ausschließlich Wasser, das getrunken oder zur Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet wird. Duschen, Händewaschen und die WC-Spülung sind weiterhin ohne vorheriges Abkochen möglich.
In Zirl wurden die Probenahmen und Untersuchungen am Montag nochmals deutlich ausgeweitet. Am Dienstag sollen die Analyseergebnisse gemeinsam mit Fachplanern und Fachberatern besprochen werden.
Bis die Ursache gefunden und die einwandfreie Wasserqualität wieder bestätigt ist, heißt es für die Bewohner: Wasser lieber abkochen – oder im Supermarkt kaufen.