Trio verübte brutale "Home Invasion" in Dornbirn

Zwei der drei mutmaßlichen Täter befinden sich mittlerweile in Österreich in Untersuchungshaft. Symbolbild.
Zwei der drei mutmaßlichen Täter befinden sich mittlerweile in Österreich in Untersuchungshaft. Symbolbild.istock
Vergangenen Sommer agierte ein Trio äußerst brutal, als es in eine Wohnung in Dornbirn einstieg. Nun sind die Tatverdächtigen gefasst worden. 

Am 19. Juni des vergangenen Jahres kam es in Dornbirn zu einem schweren Raubüberfall. Nach umfangreichen Ermittlungen ist es nun gelungen, die drei Hauptverdächtigen aufzuspüren und festzunehmen. Zwei der drei Beschuldigten befinden sich mittlerweile in Österreich in Haft, bei einem Verdächtigen läuft der Auslieferungsantrag. 

Bei der Tat im vergangenem Sommer ging das Trio äußerst brutal vor. Gegen 18 Uhr verschafften sich drei Täter Zutritt zur Wohnung des Opfers, bedrohten die ebenfalls anwesende Betreuerin des 90-jährigen Wohnungsinhabers und fesselten diese in weiterer Folge mittels Klebebandes auf einem Stuhl in der Küche. Während die gefesselte Betreuerin von einem Täter bewacht wurde, versuchten zwei Täter den Tresor im Schlafzimmer des Opfers mit einem Winkelschleifer aufzuschneiden. Trotz extremer Anstrengung gelang es den Tätern nicht, den massiven Tresor zu öffnen.

Verwandte hielt Nachschau, wurde auch gefesselt

Gegen 20:00 Uhr hielt eine Verwandte des Wohnungsinhabers Nachschau in der Wohnung. Beim Betreten der Wohnung wurde diese von den Tätern sofort bedroht und ihr das Handy weggerissen. Anschließend wurde sie ins Wohnzimmer dirigiert und ebenfalls mit Klebeband auf einem Stuhl gefesselt. Nachdem von den Tätern bei der Durchsuchung der Wohnung und den weiteren Räumlichkeiten im Untergeschoss keinerlei Wertsachen aufgefunden wurden und auch die Öffnung des Tresors nicht gelang, verließen die Täter gegen 20:40 Uhr den Tatort und flüchteten in unbekannte Richtung. Der Wohnungsinhaber, welcher selbst nicht mehr mobil ist, wurde von den Tätern körperlich nicht attackiert. Alle Opfer erlitten einen schweren Schock. Die gesamte Tathandlung dauerte ca. zweieinhalb Stunden.

Nach den umfangreichen Spurensicherungsmaßnahmen am Tatort durch Beamte des LKA und des KKD (koordinierten Kriminaldienst) Dornbirn sowie den anschließenden Auswertungen ergaben sich erste vage Verdachtsmomente auf eine Täterschaft. Dieser Tatverdacht wurde dadurch erhärtet, da zwei der möglichen Täter bereits vor ca. einem Jahr als "Schlüsseldienstmitarbeiter" bei dem späteren Opfer tätig waren.

Täter gefasst

Die weiteren Ermittlungen des Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes sowie mehrerer Dienststellen in Deutschland, führten abschließend zur Identifizierung der in Deutschland wohnhaften Tatverdächtigen und zur Konkretisierung des Tatverdachtes. Im August und November 2020 sowie im Jänner 2021 konnten die gefahndeten Beschuldigten von den zuständigen Polizeidienststellen in Nordrhein-Westfalen ausgeforscht und in weiterer Folge aufgrund der bestehenden europäischen Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Feldkirch festgenommen werden. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei 20-Jährige und einen 21-jährigen Mann. Alle drei Beschuldigten waren in Deutschland wohnhaft. Die Beschuldigten waren teilweise bei Schlüsseldiensten beschäftigt und im Großraum Deutschland sowie auch in Österreich unterwegs und tätig.

Der Tatort in Dornbirn war den Beschuldigten offensichtlich von ihrer Tätigkeit als Schlüsseldienst-Mitarbeiter bekannt. Zwei Beschuldigte wurden bereits nach Österreich ausgeliefert und befinden sich zurzeit in der Justizanstalt Feldkirch in Untersuchungshaft. Ein Beschuldigter befindet sich derzeit in Auslieferungshaft und wird in den nächsten Wochen nach Österreich gebracht werden.

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