Hohe Impfquote, Land plant trotzdem Verschärfungen

Trotz einer hohen Impfquote steigen die Corona-Zahlen rapide an. Jetzt plant man, Verschärfungen einzuführen.
Trotz einer hohen Impfquote steigen die Corona-Zahlen rapide an. Jetzt plant man, Verschärfungen einzuführen.Virginia Mayo / AP / picturedesk.com
Die Corona-Zahlen in Belgien schießen – trotz einer hohen Impfquote – wieder nach oben. Die dortige Regierung denkt jetzt über Verschärfungen nach.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Belgien mit seinen 11 Millionen Einwohnern stieg in der vergangenen Woche um 75 Prozent auf 5.299 pro Tag. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte von Corona-Patienten stieg um 69 Prozent. - auf 102 Krankenhauseinweisungen von infizierten Patienten pro Tag. Auch die Zahl der Todesfälle von Covid-19-Patienten ist leicht gestiegen - auf 13 pro Tag.

Neue Maßnahmen könnten kommen – aber kein Lockdown

Um den Trend umzukehren, wird erwartet, dass die Regierung am Dienstag die Wiedereinführung der Beschränkungen in Erwägung zieht, sich aber definitiv nicht für einen Lockdown entscheiden wird. Zu den Einschränkungen, die wieder eingeführt werden können, gehören etwa die Masken- sowie eine 3G-Pflicht. Die Ministerratssitzung zu diesem Thema wurde aufgrund der epidemischen Situation um drei Tage vorverlegt.

Zu Beginn des Monats lockerte Belgien die Maskenpflicht sowie einige andere Einschränkungen. Nun können sie wieder eingeführt werden, aber Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke versichert in einem Interview mit dem Fernsehsender VRT, dass die belgische Regierung keine drastischen Einschränkungen wie etwa einen Lockdown in Erwägung zieht.

"Bars und Restaurants bleiben offen. Kinder müssen in die Schule gehen – das ist wichtig. Aber vielleicht werden wir wieder öfter Masken tragen."

Hohe Impfquote

In Belgien sind 85 % der erwachsenen Bevölkerung des Landes geimpft. Die Epidemie wird jedoch durch Infektionen von Kindern in Schulen, insbesondere in Grundschulen, angetrieben.

Das staatliche Forschungsinstitut Sciensano berichtete, dass mehr als ein Viertel der Schulkinder in Belgien Antikörper besitzen, die auf einen Kontakt mit dem Coronavirus hinweisen.

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