Trotz Lieferchaos 105.500 neue Impftermine in Wien

Die erste Großimpfaktion gegen Covid-19 in Wien startete am 15. Jänner 2021 in der Reed Messe Wien.
Die erste Großimpfaktion gegen Covid-19 in Wien startete am 15. Jänner 2021 in der Reed Messe Wien.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
AstraZeneca liefert einfach nicht. In Wien will man dennoch schon ab Freitag 105.500 neue Termine für Erstimpfungen vergeben.

54.000 Wienerinnen und Wiener erhalten diese Woche einen Pieks. Noch sind genug Reserven an Impfstoff – der Großteil stammt von Biontech/Pfizer – vorhanden, die Stadt will deshalb trotz des Lieferchaos bei AstraZeneca weiterimpfen.

Der vorübergehende Registrierungsstopp für Impftermine wird wieder aufgehoben. Wie ein Sprecher des Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) gegenüber "Der Standard" bestätigt, sollen ab Freitag 105.500 neue Termine für Erstimpfungen freigegeben werden.

Das werde "im Laufe des Tages" passieren. Ab wann genau wird, um einen Ansturm zu vermeiden, nicht bekanntgegeben. Die Termine selbst sollen bis Ende April zur Verfügung stehen. Bereits ab dem Montag bekommen Impfwillige aus diesem Kontingent ihr Jauckerl.

Hochrisikopatienten bald durchgeimpft

Wer dran kommt ist streng reglementiert. Dem Bericht zufolge sollen alleine für die Gruppe der über 65-Jährigen 75.000 Termine abgestellt werden. 22.500 Impfungen gibt es für Hochrisikopatienten ab 18 Jahren, 4.000 für Menschen mit Behinderungen und 4.000 für Kontaktpersonen von schwangeren Frauen. 

Damit soll nach Einschätzung von Hackers Büro bis Mai alle Hochrisikopatienten in Wien zumindest ihren ersten Stich bekommen haben.

Diese Impfstoffe kommen zum Einsatz

Die zusätzlichen Termine werden deshalb möglich, "weil wir vor allem BioNtech/Pfizer haben", wird der Stadtratssprecher weiter zitiert. In den nächsten zwei Kalenderwochen sollen insgesamt 130.300 weitere Dosen des Herstellers geliefert werden. Mit BioNtech/Pfizer habe es bisher keine Lieferprobleme gegeben.

Zusätzlich werden bis Ende des Monats weitere 15.400 Dosen von Moderna zur Verfügung stehen, die vorrangig für Zweitimpfungen verwendet werden.

Vom jüngst zugelassenen Johnson & Johnson-Vakzin wird ebenfalls eine erste Lieferung erwartet, mehr als 3.600 Dosen werden das aber nicht sein. Diese sollen vor allem an niedergelassene Ärzte weitergereicht werden. 

Lieferprobleme bei AstraZeneca 

Von AstraZeneca wären eigentlich 76.300 Dosen bestellt gewesen, doch Peter Hacker geht offenbar sicherheitshalber nicht davon aus, dass der Hersteller auch liefern wird. Ein Totalausfall würde aber auch die Pläne der Stadt durcheinander wirbeln.

"Um unseren vorläufigen Impfplan einhalten zu können, sollte aber knapp die Hälfte davon auch eintreffen. Das wären rund 35.000 Impfdosen", wird gegenüber dem "Standard" erklärt.

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