Trotz Vergewaltigungs-Prozess bekam Orts-Chef Absolute

Der Bürgermeister (li. mit seinem Anwalt) muss sich nach seinem Wahlsieg am 4. Oktober wieder vor Gericht verantworten.
Der Bürgermeister (li. mit seinem Anwalt) muss sich nach seinem Wahlsieg am 4. Oktober wieder vor Gericht verantworten.Matthias Lauber/ Laumat.at
Obwohl ein Bürgermeister aus OÖ derzeit wegen eines Vergewaltigungsvorwurfes vor Gericht steht, wurde er am Sonntag erneut gewählt.

Die Geschichte machte Anfang des Jahres Schlagzeilen: Dem Bürgermeister einer oberösterreichischen Gemeinde im Hausruckviertel wird vorgeworfen, eine ehemalige Mitarbeiterin zwischen 2014 und 2016 sexuell belästigt und sogar vergewaltigt zu haben. 

Der Bürgermeister bestreitet die Vorwürfe vehement, spricht von der Intrige. Es soll allerdings DNA-Spuren auf einem Taschentuch geben, die den Mann belasten. Der Bürgermeister selbst klagte die Frau wegen Verleumdung, die Staatsanwaltschaft stellte allerdings die Ermittlungen in dieser Sache ein.

Urteil wird am 4. Oktober erwartet

Und obwohl der Prozess noch nicht abgeschlossen ist und ein Urteil erst für den nächsten Verhandlungstermin am 4. Oktober erwartet wird, trat der Politiker bei den Bürgermeisterwahlen in seiner Gemeinde an. Und obwohl er gegenüber 2015 mehr als 12 Prozent der Stimmen verloren hat, wurde er mit mehr als 50 Prozent schon im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt.

Seine Kontrahenten kamen nur auf knapp 30 bzw. 15 Prozent. Ob der Bürgermeister allerdings sein Amt auch wirklich weiterführen wird können, entscheiden dann nicht die Wähler, sondern das Gericht. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Mann nämlich bis zu 15 Jahre Haft.

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