In dem krisengeschüttelten Kuba ist es zu einem totalen Stromausfall gekommen. Die Energiebehörde der kommunistisch regierten Karibikinsel teilte am Montag mit, es habe einen "vollständigen Zusammenbruch des nationalen Stromnetzes" gegeben.
In Kuba kam es in den vergangenen Monaten wiederholt zu landesweiten Stromausfällen, die teilweise tagelang andauerten. Die massive Wirtschaftskrise wird durch das Ausbleiben von Öllieferungen aus Venezuela weiter verschärft.
US-Präsident Donald Trump nutzte die Krise für erneute Drohungen gegen den Inselstaat. "Ich glaube wirklich, dass ich die Ehre haben werde, Kuba zu nehmen", sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus.
Der US-Präsident machte deutlich, dass er es mit seinen Übernahme-Plänen ernst meint: Ob er die Insel "befreie" oder "nehme" - er könne mit Kuba "alles machen, was ich will", so Trump. "Sie sind im Moment ein sehr geschwächtes Land."
Es war eine von Trumps deutlichsten Drohungen gegen die kommunistisch regierte Insel. Laut "New York Times" hat die US-Regierung kubanischen Vertretern bereits signalisiert, dass Washington eine Entmachtung von Präsident Miguel Diaz-Canel wünsche.
Die Kommunisten sollen aber an der Macht bleiben dürfen. Am Freitag hatte die kubanische Regierung erstmals Gespräche mit Vertretern der USA zur "Lösung von bilateralen Differenzen" bestätigt.
Trump hatte zuvor den Druck massiv erhöht, indem er nach der US-Intervention in Venezuela die Öllieferungen an Kuba blockieren ließ. Die Energiekrise auf der Insel hat sich dadurch dramatisch verschärft.