Elite-Uni im Visier

Trump fordert Milliardenzahlung von Harvard

Die US-Regierung fordert von Harvard eine Milliarde Dollar Schadenersatz und will künftige Zusammenarbeit mit der Elite-Uni beenden.
Newsdesk Heute
03.02.2026, 07:35
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Die US-Regierung fordert von der Elite-Uni Harvard eine Schadenersatzzahlung von einer Milliarde Dollar (850 Millionen Euro). Außerdem will die Regierung "künftig nichts mehr mit der Universität Harvard zu tun haben", wie US-Präsident Donald Trump am Montag (Ortszeit) auf seinem Onlinedienst Truth Social bekanntgab. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen der US-Regierung und Harvard wegen eingefrorener Bundeszuschüsse.

Im April hatte Harvard die Regierung verklagt, um eingefrorene Zuschüsse von mehr als zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) zu bekommen. Trump begründet die Kürzungen mit pro-palästinensischen Demonstrationen auf dem Campus seit dem Beginn des Gaza-Kriegs am 7. Oktober 2023. Harvard wollte außerdem Forderungen der Regierung wie das Streichen von Diversitätsprogrammen und das genaue Überprüfen der Studierenden nicht erfüllen.

Kurz bevor Trump seine Entscheidung öffentlich machte, berichtete die "New York Times", dass die US-Regierung bei den laufenden Vergleichsverhandlungen mit Harvard ihre Forderung nach einer Zahlung von 200 Millionen Dollar zurückgezogen hatte. Im September des Vorjahres hatte Trump erklärt, die Regierung stehe kurz vor einem Vergleich über 500 Millionen Dollar mit Harvard. Teil dieser Einigung wäre die Eröffnung von Berufsschulen gewesen.

Trump griff den Vorschlag zur Eröffnung von Berufsschulen jetzt wieder auf: Harvards Konzept dazu sei "völlig unzureichend" gewesen und wäre "nicht erfolgreich gewesen", sagte der US-Präsident. Es sei nur ein Versuch von Harvard gewesen, um sich aus der Zahlung von 500 Millionen Dollar "herauszuwinden". Diese Summe müsse "angesichts der schwerwiegenden und abscheulichen Rechtsverstöße, die sie begangen haben, eigentlich viel höher ausfallen", meinte Trump, ohne genauer zu sagen, gegen welche Gesetze Harvard angeblich verstoßen habe.

Seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr geht Trump gegen mehrere Universitäten vor, die seiner Meinung nach eine linke Politik betreiben. Dabei nutzt er die Kürzung von Bundesgeldern als Druckmittel. Einige Hochschulen wehren sich mit Klagen dagegen. Andere Universitäten, wie etwa die Columbia University, gaben dem Druck der Regierung nach.

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