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Trump-Tweet kostete Amazon 6 Milliarden Dollar

Der wirtschaftlich katastrophale Tweet des US-Präsidenten ist nur der letzte Höhepunkt in einem schon länger dauernden Streit mit dem Amazon-CEO.

Heute Redaktion
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Donald Trump wandte sich am Mittwochabend mit einem Tweet an den Online-Versandhandel. "Amazon bereitet steuerzahlenden Einzelhändlern großen Schaden. Städte, Metropolen und Bundesstaaten in den USA sind davon betroffen - viele Jobs gehen verloren", schrieb der 71-Jährige auf Twitter.

Kurz darauf purzelten die Aktien von Amazon kurzfristig ins Bodenlose. Ein Verlust des Firmenwertes in Höhe von rund 6 Milliarden Dollar war die Folge. Bei einem geschätzten Marktwert von 460 Milliarden Dollar ein verschmerzbarer Betrag.

Macht mit 140 Zeichen

Doch der Tweet offenbart erneut zwei Dinge. Zum einen verdeutlicht er die Macht, die Donald Trump mit nur 140 Zeichen fähig ist auszuüben. Zum anderen markiert er den letzten Höhepunkt im schon mehrere Jahre dauernden Disput zwischen dem US-Präsidenten und Amazon-Chef Jeff Bezos.

Den Ausgang nahm der Streit Ende 2015, als die im Besitz von Bezos befindliche Zeitung "Washington Post" negativ über Trumps Ambitionen auf das Präsidentenamt berichtet.

"Negative" Berichterstattung

Auch dem Tweet am Mittwoch waren Negativ-Schlagzeilen gegen Trump vorangegangen. Die "Washington Post" schrieb über die Pressekonferenz, die der US-Präsident zu dem rechten Terroranschlag bei einer Demonstration in Charlottesville gegeben hat, folgendes: "Das Auto in Charlottesville hat nicht nur die zwanzig Menschen, die es erwischte, getötet oder verletzt. Es hat die Nation beschädigt. Mr. Trump hat es nicht nur verabsäumt, das Land zu heilen; er hat die Wunde noch weiter und tiefer gemacht". (baf)