Blatter teilt aus

"Trump und Infantino Komplizen, FIFA Diktatur"

Attacke! Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter rechnet mit Nachfolger Infantino und US-Präsident Trump knallhart ab.
Sport Heute
25.02.2026, 13:38
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Von 1998 bis 2016 war Sepp Blatter Präsident der FIFA. Der Schweizer machte den Fußball-Weltverband zu einem globalen Milliarden-Unternehmen, begleitet jedoch von Skandalen und Korruptions-Vorwürfen. Nach Ermittlungen gegen ihn, wurde Blatter 2022 von einem Bundesstrafgericht freigesprochen. Die Arbeit seines Nachfolgers Gianni Infantino sieht er kritisch – genau wie die Inszenierungen von US-Präsident Donald Trump rund um die WM 2026. In einem Interview mit der deutschen "Sportbild" rechnet der 89-Jährige mit dem Duo ab.

"Infantino wie ein Sonnenkönig"

"Trump wird sich während der WM inszenieren, das macht er ja jetzt schon. Dafür braucht er seinen neuen Freund Infantino. Wobei der Ausdruck ,Komplize' besser passt als ,Freund'. Infantino hat Trump ja schon den FIFA-Friedenspreis ins Oval-Office gestellt. Das ist unterwürfig, unverständlich."

Die FIFA, wie sie Blatter erschaffen hat, gibt es laut dem Schweizer jetzt nicht mehr. "Wer ist heute die FIFA? Sie besteht nur noch aus ihrem Präsidenten Infantino. Die FIFA ist eine Diktatur. Infantino regiert wie ein Sonnenkönig. Ich habe gehört, dass er nicht begrüßt werden will, wenn er in der FIFA-Zentrale auftaucht. Es darf auch niemand mit ihm im Lift fahren. Er schottet sich total ab. Aber der Fußball wird auch Infantino überleben."

Einreiseverbot für WM-Fans?

Sorgen bereitet Blatter auch die WM im Sommer in den USA. US-Präsident Trump hat Einreiseverbote gegen Fans aus 39 Ländern verhängt – darunter die WM-Teilnehmer Iran, Senegal und Haiti. "Es gibt bei der WM einen Vertrag zwischen der FIFA und dem Ausrichter. Darin steht, dass alle Sportler, Offizielle und Fans der qualifizierten Mannschaften und alle Schiedsrichter ein Visum bekommen müssen. Das muss Infantino Trump klarmachen und darauf bestehen, dass der Vertrag erfüllt wird. Aber das macht er nicht, weil die beiden Komplizen sind."

"Minneapolis schlimmer als Katar"

Schwerer wiegen für Blatter noch die Vorfälle in Minneapolis, als zwei US-Bürger von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE erschossen wurden. "Man muss dieses Turnier aufgrund der politisch instabilen Situation und der Sicherheitslage in den USA kritisch hinterfragen. Was in Minneapolis passiert ist, ist schlimmer als alles, was je in Katar passiert ist, dass die WM 2022 ausgerichtet hat."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 25.02.2026, 13:44, 25.02.2026, 13:38
Jetzt E-Paper lesen