Nach Treffen mit NATO-Chef

Trump sieht bei Grönland-Frage "großartige Lösung"

Nach Gesprächen zwischen Trump und NATO-Generalsekretär Rutte bleibt der genaue Inhalt der Grönland-Einigung vorerst unklar.
Newsdesk Heute
22.01.2026, 07:56
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Bei seinem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump über Grönland ist die Frage der Souveränität des autonomen Gebiets laut NATO-Generalsekretär Mark Rutte nicht angesprochen worden. "Das Thema kam in meinen Gesprächen mit dem Präsidenten heute Nacht nicht mehr auf", sagte Rutte am Mittwoch dem US-Sender Fox News. Trump hatte davor eine vorläufige Einigung mit der NATO im wochenlangen Streit um die Arktisinsel bekannt gegeben.

Trump konzentriere sich laut Rutte vielmehr auf den Schutz der "riesigen arktischen Region". In diesem Gebiet gebe es Veränderungen, etwa verstärkte Aktivitäten von Russland und China.

Rutte zeigte sich auch zufrieden mit dem Gespräch mit dem US-Präsidenten. "Ich denke, es war ein sehr gutes Treffen", sagte er der Nachrichtenagentur AFP am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Es gebe aber "noch viel zu tun", so der NATO-Generalsekretär.

Nach dem Treffen mit Rutte in Davos schrieb der US-Präsident auf seinem Onlinedienst Truth Social, er habe mit dem NATO-Generalsekretär einen "Rahmen für ein zukünftiges Abkommen" zu Grönland und der gesamten Arktis vereinbart. "Diese Lösung wird, wenn sie zustande kommt, großartig sein für die Vereinigten Staaten von Amerika und alle NATO-Nationen", betonte Trump. Deshalb verzichte er auf die für 1. Februar angekündigten Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder.

Was die Vereinbarung zu Grönland genau beinhaltet, blieb vorerst unklar. Trump erklärte bei einem kurzen Auftritt vor Journalisten in Davos, die Einigung bringe den USA "alles, was wir wollten". Sie werde "unbegrenzt" gelten und betreffe unter anderem militärische Sicherheit und Rohstoffe.

Dänemark und weitere EU-Länder reagierten erleichtert. In Grönland selbst war die Reaktion zurückhaltender. "Die NATO hat in keinem Fall das Recht, ohne uns, Grönland, über irgendetwas zu verhandeln", erklärte eine von zwei grönländischen Abgeordneten im dänischen Parlament, Aaja Chenmitz, in Onlinediensten. "Nichts über uns ohne uns", fügte sie hinzu.

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