Zwei Wochen nach dem Anschlag vor dem israelischen Generalkonsulat in Istanbul hat die türkische Regierung jetzt die Festnahme von 90 Verdächtigen verkündet. Sie sollen laut Behörden in Verbindung zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) stehen.
Unter den Festgenommenen sind laut Innenministerium nicht nur mutmaßliche IS-Mitglieder, sondern auch Geldgeber und Leute, die Propaganda verbreiten. Das hat das türkische Innenministerium am Montag im Onlinedienst X bekannt gegeben.
Beim Anschlag am 7. April wurden zwei Polizisten verletzt. Die türkischen Behörden hatten damals "eine Terrororganisation, die die Religion für ihre Zwecke einsetzt" für die Tat verantwortlich gemacht, ohne den IS direkt zu nennen. Schon einen Tag nach dem Anschlag wurden 198 Verdächtige wegen mutmaßlicher IS-Verbindungen festgenommen.