Einen Tag nach dem schrecklichen Attentat auf Touristen in der tunesischen Touristenstadt Sousse hat die Regierung erklärt, entschlossen und mit aller Macht gegen Extremismus und Terrorismus vorzugehen. Regierungschef Essid hat nach einer langen Sitzung des nationalen Sicherheitsrates Maßnahmen angekündigt.
Unterdessen hat sich der IS zu dem Attentat bekannt.
Bis zu 80 Moscheen sollen laut den Regierungsplänen im ganzen Land geschlossen werden. "Es gibt weiterhin Moscheen, die ihre Propaganda und ihr Gift zum Terrorismus verbreiten", so Essid in einem Statement. "Die Heimat wird bedroht, der Staat wird bedroht", sagte er angesichts der Tragödie in Sousse.
Außerdem sollen Vereine und Parteien, die außerhalb des Verfassungsrahmens stehen, einer genaueren Prüfung unterzogen werden und in weiterer Folge verwarnt oder aufgelöst werden.
IS-Bekenntnis
Am Samstag hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat zu dem Anschlag bekannt. Ein "Soldat des Kalifats" sei in das Hotel eingedrungen, um Menschen aus Staaten, "die gegen den IS kämpfen", zu töten, hieß es auf Twitter.
Am Freitag hatten zwei mit Maschinengewehren bewaffnete Männer einen Strand gestürmt und das Feuer auf Touristen eröffnet. Dabei starben mindestens 39 Menschen. Zahlreiche weitere erlitten Verletzungen.