Nur rund zweieinhalb Wochen nach dem heftigen Wintereinbruch mit 15-20 cm Neuschnee bis in tiefe Lagen ist von der kalten Jahreszeit bereits keine Spur mehr. Ein Hoch versorgt uns seit rund einer Woche mit reichlich Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen von meist 10 bis 15 Grad.
"In Weyer (OÖ) konnten wir Ende Februar sogar schon den ersten 20er des Jahres abhaken", schreibt UWZ-Meteorologe Konstantin Brandes.
Im nun angelaufenen März und damit im ersten meteorologischen Frühlingsmonat gab es zwar wieder leichte Rücksetzer, aber viel hat sich nicht viel daran geändert. Und die weiteren Aussichten geben dem Frühling ebenfalls die volle Punktzahl.
"Zur Einordnung", informiert Brandes: "Jetzt in der ersten Märzwoche liegen die Höchstwerte in den Niederungen durchschnittlich zwischen +5 und +10 Grad – je nach Höhenlage. Davon sind wir derzeit aber recht weit entfernt, der Auftakt in den März war bereits rund 5 Grad milder als üblich."
Am nachfolgenden Beispiel Innsbruck ist zu sehen, dass deutlich zweistellige Temperaturen weiterhin unser täglich Brot sein werden:
"Man kann also schon jetzt mit recht großer Gewissheit sagen: die erste Märzhälfte wird in Österreich deutlich zu mild ausfallen", sagt der Meteorologe mit Blick auf den Klimadurchschnitt. Weiten Teilen Mitteleuropas stehen deutlich zu milde Tage bevor.
Auch Clemens Grohs von Kachelmannwetter sieht eine ähnliche Entwicklung voraus: "In weiten Teilen Europas setzt sich in den kommenden Tagen die ungewöhnliche Wärme für die Jahreszeit fort und nächstes Wochenende liegen die Temperaturen in 850 hpa (1500 m) oft +5 bis +15 Grad über dem Mittel!"
Auch auf den gesamten Monat lassen sich bereits erste Rückschlüsse ziehen: "So müsste ab der Monatsmitte schon sehr viel passieren, dass nicht auch der gesamte März zu mild ausfallen wird", so Brandes. Ein hierfür benötigter markanter Kaltluftvorstoß ist aber in den Wetterkarten weit und breit nicht auszumachen.
Wie sieht es mit dem Niederschlag aus? Der Februar brachte ja nach einem sehr trockenen Dezember und Jänner endlich den lang ersehnten Niederschlag – der ganze Monat war letztendlich deutlich zu nass.
In den kommenden beiden Wochen ist hier aber nahezu gar nichts in Sicht, wie die aktuelle Modellprognose vom ECMWF bis inkl. 12. März zeigt. Nennenswerte Niederschläge sind in diesem Zeitraum eher Richtung Iberische Halbinsel zu erwarten – "bei uns dagegen Dürre".
Brandes schließt mit einem Rückblick: "Vieles erinnert derzeit an den März vor 4 Jahren, der in Österreich der trockenste und sonnigste der Messgeschichte war. Aktuell wandeln wir definitiv auf dessen Spuren…"
Die Nacht auf Mittwoch verläuft zunehmend ruhig, letzte Schauer im Bergland klingen in der ersten Nachthälfte ab. In der zweiten Nachthälfte ist in den Niederungen gebietsweise wieder mit Nebel bzw. Hochnebelfeldern zu rechnen.
Der Mittwoch beginnt in den Niederungen gebietsweise mit Nebel bzw. Hochnebel. Speziell im Donauraum und im Nordosten kann sich dieser auch wieder etwas länger halten. Im Westen dominiert nach Frühnebelauflösung generell der Sonnenschein, in der Osthälfte setzt sich ein Mix aus Sonnenschein und einigen Quellwolken durch. Nachmittags sind ausgehend vom östlichen Bergland auch ein paar kurze, mitunter gewittrige Regenschauer einzuplanen.
Am Donnerstag scheint im Bergland von Beginn an die Sonne. Lediglich in den Niederungen und Becken halten sich zunächst ein paar Nebelfelder, welche sich aber meist zügig auflösen. Am Nachmittag bilden sich über den östlichen Bergen ein paar harmlose Quellwolken, es bleibt generell trocken. Im westlichen und zentralen Donauraum lebt mäßiger Ostwind auf.
Der Freitag startet in den Niederungen wieder mit lokalen Nebelfeldern. Diese lösen sich aber am Vormittag rasch auf und anschließend setzt sich verbreitet sonniges und ruhiges Frühlingswetter durch. Allfällige Schleier- und Quellwolken bleiben harmlos, allerdings wird die Luft im Westen zunehmend diesig. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost bis Ost.