Türkei bombardiert Ziele im Nordirak

Krieg! Türkische Flugzeuge haben Mittwochvormittag Stellungen der PKK im Norden des Iraks bombardiert, die Armee ist ins Nachbarland einmarschiert. Die Terrororganisation hatte zuvor bei einem Angriff 24 türkische Soldaten und Polizisten getötet.



In Vergeltung für einen blutigen Angriff kurdischer Kämpfer auf türkische Sicherheitskräfte hat die türkische Luftwaffe in der Nacht auf Mittwoch Ziele im irakischen Kurdengebiet bombardiert. Die irakische Nachrichtenagentur AK News berichtete, vier türkische Kampfflugzeuge hätten eine Ortschaft in der nordirakischen Provinz Erbil angegriffen.
Die der kurdischen PKK nahestehende Nachrichtenagentur Firat berichtete zudem, nach der PKK-Attacke in der Türkei hätten türkische Soldaten einer Kommandoeinheit an zwei Orten die Grenze zum Irak überquert. Einzelheiten zu diesem Einsatz wurden zunächst nicht bekannt. Bei den PKK-Angriffen waren nach neuen Angaben 26 türkische Soldaten und Polizisten getötet worden.
Es dürfte sich um die schwersten Verluste der türkischen Armee handeln, seitdem die Kurdische Arbeiterpartei PKK 1984 den bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat aufnahm. In dem Konflikt starben bisher rund 45.000 Menschen. Die türkische Regierung hat zuletzt wiederholt mit einem Einmarsch der Armee in den Nordirak gedroht, um dort gegen kurdische Rebellen vorzugehen. Zuletzt war die türkische Armee im Februar 2008 mit mehreren tausend Soldaten im Nordirak einmarschiert.
Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie kämpft seit Anfang der 1980er Jahre für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat.
APA/red.

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