Die antike Hafenstadt Ephesus, ein Hort der Zivilisationen, war zur Zeit des Römischen Reiches Sitz des Statthalters der Provinz Asia. Ephesus ist mit ca. 1,5 Millionen Besuchern im Jahr eine der wichtigsten historischen Stätten in der Türkei.
Diese antike Stadt, die nahe dem heutigen Selcuk, ungefähr 70 Kilometer südlich von Izmir zu finden ist, hat im Laufe ihrer Geschichte aus historischer und kultureller Sicht stets eine wichtige Rolle gespielt. Von Artemis zur Mutter Maria: In der Tradition der Göttin Kybele, der Muttergöttin Anatoliens in der Antike, wurde der größte Tempel der Artemis in Ephesus errichtet.
Dieser Tempel wurde als eines der sieben Weltwunder betrachtet. In der antiken Stadt Ephesus, in der das Ephesus-Museum und das Österreichische Archäologische Institut seit 1895 Ausgrabungen durchführen, können heute Touristen und Besucher auf der Hafenstraße promenieren, im großen Amphitheater die eindrucksvollsten Darbietungen des Jahres betrachten oder die atemberaubende Pracht der berühmten Celsius-Bibliothek bewundern.
Christen wie Muslime pilgern zur Grabeskirche der Heiligen Mutter Maria, und im Archäologischen Museum von Selcuk bestaunen Besucher Tausende von Artefakten aus verschiedenen Kulturen.
Märchenhaftes Kappadokien
Das geschichtsträchtige Kappadokien, eine Region in Mittelanatolien, gleicht als Heimat zahlreicher vergangener Kulturen und mit seiner einzigartigen geografischen Beschaffenheit einer bezaubernden Märchenlandschaft. Vor Millionen von Jahren überzogen Vulkane die gesamte Gegend mit enormen Mengen von Lava, woraus Wind und Wasser in vielen tausend Jahren bizarre Kegel, Spitzen und Pilze, genannt "Feenkamine", aus Tuffgestein formten.
Die faszinierende Landschaft ändert je nach Sonnenstand immer wieder ihre Farbe und leuchtet in Farben von roten, gelben, grünen oder weißen Tönen. Eine Ballonfahrt über Kappadokien ist sicherlich die beste Art und Weise, sich einen Überblick über die atemberaubende Schönheit der Region zu verschaffen.
UNESCO – Weltnatur- und Kulturerbe
Die im 2. Jahrhundert nach Christus vor der Unterdrückung geflüchteten Christen gelangten nach Zentralanatolien und ließen sich in den unterirdischen Behausungen um Derinkuyu und Kaymakli nieder. Die unterirdischen Städte boten diesen Menschen Sicherheit und Wohnstatt, wo sie Kirchen und Klöster erbauten.
Das Gebiet des heutigen Freilichtmuseums von Göreme spielte bei der Verbreitung des Christentums eine bedeutende Rolle und wurde daher in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen.